Freundin getötet und verbrannt: So lange muss der Täter hinter Gitter

München - Ein Mann hat gestanden, die Leiche seiner Freundin an einem Badesee bei München verbrannt zu haben. Zum Tod der Frau gab es aber unterschiedliche Versionen. Nun hat das Gericht in der Landeshauptstadt entschieden.

Der 33 Jahre alte Mann musste sich vor dem Landgericht verantworten. (Archivbild)
Der 33 Jahre alte Mann musste sich vor dem Landgericht verantworten. (Archivbild)  © DPA

So muss der 33 Jahre alte Mann wegen Mordes an seiner Lebensgefährtin lebenslang in Haft. Das Landgericht München I stellte im Zusammenhang mit der Tat am Montag darüber hinaus auch noch die besondere Schwere der Schuld fest.

Damit wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

Der Angeklagte hatte gestanden, seine Freundin getötet und ihre Leiche am Feringasee bei München verbrannt zu haben, die Tat im Verfahren allerdings dennoch als einen "tragischen Unfall" dargestellt.

Das Gericht glaubte ihm nicht. Nach Überzeugung der Kammer wollte er ein neues Leben mit seiner Geliebten anfangen. "Der Angeklagte hat zwei Frauen belogen und betrogen", sagte der Vorsitzende Richter Michael Höhne zum Urteil. "Er hat mit dem Feuer, er hat mit zwei Frauen gespielt."

Eine Zuschauerin im Gerichtssaal klatschte nach Verkündung des Urteils.

Der Freund der Getöteten wurde vom Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt. (Archivbild)
Der Freund der Getöteten wurde vom Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt. (Archivbild)  © DPA
Die verbrannte Leiche wurde im Jahr 2017 am Feringasee bei Unterföhring gefunden. (Archivbild)
Die verbrannte Leiche wurde im Jahr 2017 am Feringasee bei Unterföhring gefunden. (Archivbild)  © DPA
Das Opfer: Beatrice F. lebte vor ihrem Umzug nach München bei Leipzig und in Plauen.
Das Opfer: Beatrice F. lebte vor ihrem Umzug nach München bei Leipzig und in Plauen.

Titelfoto: DPA

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