Deutsche nach Tauchgang im Südpazifik vermisst: Sie wollte mit Walen "singen"

München/Nuku'alofa - Seit August wird Marina Trost, Jazz-Sängerin aus Bayern, vermisst. Nach einem Tauchgang vor der Küste Euas in der Südsee, kehrte die 43-Jährige nicht mehr zurück.

Marina Trost (43) kam von einem Tauchgang im Südpazifik nicht mehr zurück.
Marina Trost (43) kam von einem Tauchgang im Südpazifik nicht mehr zurück.  © Screenshot Facebook/ Marina Trost

Marina Trost (43) aus dem Landkreis Deggendorf drehte im Südpazifik einem Dokumentarfilm namens "Ama'ara the Song of the Whales", in dem sie ihre Stimme mit den Gesängen von Walen kombinierte.

Doch nach einem Tauchgang Mitte August kehrte die 43-Jährige nicht mehr zurück. Wie jetzt bekannt wurde, fand man ihre Tauchgewichte in einer Höhle.

Trost soll mit einem Boot aufs Meer hinausgefahren sein, an Board waren auch eine Filmcrew aus München und ein Tauchguide. Mit dem Team schwamm Trost, die selbst einen Tauchschein hatte, mehrmals zu den Walen, um Geräusche aufzunehmen. Als es zu dem Unglück kam, waren sie vor Eua, in der Inselgruppe Tongatapu im Königreich Tonga unterwegs.

Der deutsche Konsul in Nuku'alofa, Carl Sanft, sagte gegenüber der lokalen Nachrichtenseite "Matangitonga", dass das Verschwinden von Trost noch immer nicht aufgeklärt sei.

Dem Tauchunternehmen, mit dem Trost unterwegs war, wurde laut "Matangitonga" mittlerweile die "Whale Watching"-Lizenz entzogen. Marinas Mutter, aus dem Osterhofener Ortsteil Arbing, sagte gegenüber der "Neuen Passauer Presse", dass das Schlimmste die Ungewissheit sei.

Nach einem Monat gibt es nun kaum mehr Hoffnung auf ein Lebenszeichen der Sängerin. Ihre Mutter glaubt, dass ihre Tochter von der Strömung mitgerissen wurde.

Team-Mitglieder von Marina Trost möchten das Film-Projekt nun in ihrem Andenken fertigstellen und sammeln Geld für den Film.

Titelfoto: Screenshot Facebook/ Marina Trost


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