Messerstecher von München wird nicht angeklagt

München - Zu Beginn des Prozesses um eine Messerattacke in München im Herbst 2017 (TAG24 berichtete) hat der beschuldigte 34-Jährige die Taten eingeräumt.

Der 34-Jährige hat damals am Rosenheimer Platz in München mehrere Passanten mit einem Messer verletzt.
Der 34-Jährige hat damals am Rosenheimer Platz in München mehrere Passanten mit einem Messer verletzt.  © DPA

Er habe damals unter einer Psychose gelitten und sich von den Menschen, die er wahllos attackiert und verletzt haben soll, bedroht gefühlt, sagte er am Montag vor dem Landgericht München I. Er habe aber niemanden töten, sondern sich lediglich schützen wollen.

Der Mann muss sich unter anderem wegen versuchten Mordes verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er wegen einer psychischen Erkrankung zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war. Sie hat deswegen keine Anklage verfasst, sondern beantragt die dauerhafte Unterbringung des Deutschen in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Der Mann soll im Oktober 2017 an mehreren Orten in München Passanten angegriffen haben, unter anderem am Rosenheimer Platz. Der Vorfall rief Erinnerungen an den Amoklauf vom Juli 2016 wach, bei dem ein 18-Jähriger in München neun Menschen und dann sich selbst erschoss.

Titelfoto: DPA


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