Ehrenrunde in Schule: Bayerns Kultusminister Michael Piazolo sitzengeblieben

München - Die Berufung ins Kabinett ist für Michael Piazolo (59) von den Freien Wählern die Krönung seiner politischen Laufbahn. Was die wenigsten wissen dürften: Bayerns neuer Kultusminister ist als Schüler mal sitzengeblieben.

Michael Piazolo von den Freien Wählern ist der neue Kultusminister Bayerns.
Michael Piazolo von den Freien Wählern ist der neue Kultusminister Bayerns.  © DPA

In der siebten Klasse habe er eine Ehrenrunde gedreht, sagte der 59-Jährige, der in Stuttgart geboren ist und sich allerdings für München als Wahl-Heimat entschieden hat, der Bild.

"In der Grundschule war ich recht gut, in der Oberstufe auch. Zwischendurch waren meine Leistungen verbesserungsfähig", erklärte Piazolo gegenüber dem Blatt.

Der Professor für europäische Studien an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München wird seit Jahren als Bildungspolitiker fraktionsübergreifend und bei Verbänden geschätzt.

Insbesondere engagierte er sich dabei gegen die Studiengebühren und für die Abschaffung des Abiturs nach acht Jahren.

Piazolo, der ledig ist und keine Kinder hat, ist seit 2001 bei den Freien Wählern. Seit 2002 ist er im Parteivorstand und seit 2010 Generalsekretär. Nach Hubert Aiwanger (47) gilt er als die Nummer zwei der Partei. Und wer den ruhigen, immer sachlichen und höflichen Hochschullehrer erlebt, der sieht schnell die Unterschiede zum Parteichef.

Piazolo ist einer der Kopfmenschen der Partei, der reines Hochdeutsch ohne Dialekt und gerne leise spricht. Vor seiner Wahl in den Landtag 2008 war er im Münchner Stadtrat aktiv.

Michael Piazolo (r.) ist ein Teil des neuen Kabinetts von Markus Söder (l.) in Bayern.
Michael Piazolo (r.) ist ein Teil des neuen Kabinetts von Markus Söder (l.) in Bayern.  © DPA

Titelfoto: DPA


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