Nazi-Gruppe unterzeichnet Bombendrohung an Moscheen

München - Nach den Bombendrohungen an zwei Münchner Moscheen vor zwei Wochen (TAG24 berichtete) gibt es Hinweise auf ein rechtsextremistisches Motiv.

Ein Polizist steht vor dem Islamischen Zentrum München. Wegen Drohungen hat die Münchner Polizei zwei Moscheen räumen lassen. (Archivbild)
Ein Polizist steht vor dem Islamischen Zentrum München. Wegen Drohungen hat die Münchner Polizei zwei Moscheen räumen lassen. (Archivbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Die E-Mails mit den Drohungen seien mit "Blood & Honour", dem Namen einer verbotenen Neonazi-Gruppe, unterzeichnet gewesen, bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag.

Am 11. Juli hatte die Münchner Polizei wegen Drohungen zwei Moscheen räumen lassen. An beiden Gotteshäusern wurde nichts gefunden. Die Ermittlungen hat die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) übernommen.

Ein Zusammenhang mit Drohungen an Moscheen in Mannheim, Duisburg und Mainz sowie der Linken-Parteizentrale in Berlin werde "intensiv geprüft", hieß es bei der Generalstaatsanwaltschaft.

Zwei der Schreiben waren mit "Combat 18" unterzeichnet, einer Gruppe, die als bewaffneter Arm von "Blood & Honour" gilt.

Die Polizei habe zudem besondere Vorkehrungen zum Schutz der beiden Moscheen in München angeordnet.

Nach den Drohungen werden nun auch besonderer Vorkehrungen zum Schutz der Moscheen angeordnet. (Archivbild)
Nach den Drohungen werden nun auch besonderer Vorkehrungen zum Schutz der Moscheen angeordnet. (Archivbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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