Nach Horror-Tat in Frankfurt: MVG plant in München Bahnsteigtüren

München - Bahnsteigtüren sollen in Zukunft den Münchner U-Bahnverkehr sicherer und pünktlicher machen. Sie grenzen den Bahnsteig vom Gleisraum ab und öffnen sich erst, wenn ein Zug im Bahnhof steht.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft will für mehr Sicherheit sorgen.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft will für mehr Sicherheit sorgen.  © Sven Hoppe/dpa

In einem Pilotprojekt im U-Bahnhof Olympiazentrum sollen derartige Bahnsteigtüren von 2023 an zunächst an einem Gleis getestet werden, sagte der Betriebsleiter der U-Bahn, Michael Frieß.

Die Stadtwerke München (SWM) hatten eine entsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse nun vorlägen.

Sollte der Test am Olympiazentrum erfolgreich sein, wollen die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die SWM nach und nach alle 100 U-Bahnhöfe mit Bahnsteigtüren ausstatten.

Anfangen wollen sie mit den hoch frequentierten Stationen in der Innenstadt. Möglich wird die Neuerung durch eine Digitalisierung des Zugsicherungssystems bis zum Jahr 2028.

Mehr Sicherheit an Bahnhöfen wird aktuell stark diskutiert, nachdem ein achtjähriger Junge bei einer tödlichen Attacke im Frankfurter Hauptbahnhof ins Gleis gestoßen und von einem ICE überrollt wurde.

Durch Bahnsteigtüren soll in München für mehr Sicherheit gesorgt werden.
Durch Bahnsteigtüren soll in München für mehr Sicherheit gesorgt werden.  © Wolfgang Wellige/MVG/dpa

Titelfoto: Wolfgang Wellige/MVG/dpa

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