Warnstreik bei U-Bahn, Tram und Bus in München: Das ist die aktuelle Lage

München - Der bayerischen Landeshauptstadt droht am Dienstag ein Verkehrschaos: Wegen eines Warnstreiks werden in München zunächst keinerlei U-Bahnen fahren. Die Verkehrsgesellschaft MVG warnte ihre Fahrgäste bereits.

Die Anzeigentafel an einer U-Bahnhaltestelle zeigt einen Hinweis zum Streik.
Die Anzeigentafel an einer U-Bahnhaltestelle zeigt einen Hinweis zum Streik.  © DPA

Außerdem wird es auch auf den meisten Tram- und Buslinien am Vormittag voraussichtlich keinen oder nur sehr stark eingeschränkten Betrieb geben.

Die MVG erwartet massive Engpässe!

Der Streik soll laut Verdi-Aufruf um 3.30 Uhr beginnen und voraussichtlich bis 14.30 Uhr andauern. Betroffen sind U-Bahn, Tram und Bus.

Aufgrund der zu erwartenden Auswirkungen wird es auch nach dem offiziellen Ende des Warnstreiks am Nachmittag wohl noch eine ganze Weile dauern, ehe alles wieder vollständig nach Fahrplan läuft.

Nach Angaben des städtischen Unternehmens nutzen täglich rund 1,5 Millionen Menschen U-Bahn, Bus und Tram in München. Die S-Bahn wird nicht bestreikt, da diese ein eigenes Unternehmen ist.

Ursache ist ein hausinterner Tarifkonflikt bei der MVG. Die Gewerkschaft Verdi fordert 200 Euro mehr Lohn im Monat und wirft der MVG vor, ihre Mitarbeiter erheblich schlechter zu bezahlen als andere kommunale Verkehrsunternehmen in Bayern, die den Branchen-Tarifvertrag einhalten.

Die MVG-Chefetage und der Fahrgastverband Aktion Münchner Fahrgäste kritisieren den Warnstreik als unverhältnismäßig.

Wir halten Euch auf dem Laufenden, der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Update 7.00 Uhr: U-Bahn fällt komplett aus, Tram und Bus eingeschränkt

Laut aktueller Betriebslage fahren keine U-Bahnen. Bei der Tram verkehren nur die Linie 19 und 20. In kürze soll auch die Linie 25 fahren. Die Buslinien werden unregelmäßig betrieben, Linie 144 und 186 entfallen.

Die Abfahrtszeiten bei der S-Bahn verschieben sich, der 10-Minuten-Takt entfällt teilweise.

Update 7.30 Uhr: Tram entfällt bis auf drei Linien

Die Tram-Linien 19, 20 und 25 fahren im 10-Minuten Takt, auf allen anderen Tramlinien findet kein Betrieb statt. Auf den Buslinien 56, 58, 59, 68, 100, 145, 149, 155, 165, 185, 190, 191, 194 fahren aktuell weniger als 50 Prozent der Fahrzeuge.

Update 8.30 Uhr: MVG-Streik wirkt sich auf S-Bahn-Verkehr aus

Der Streik der MVG wirkt sich auch auf den S-Bahn-Verkehr aus. Hier kommt es zu Beeinträchtigungen durch das erhöhte Fahrgastaufkommen. Teilweise kann es auch hier kurzfristig zu Ausfällen kommen.

Update 9 Uhr: Pendler weichen aus

Trotz des Warnstreiks der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG liegen der Polizei bislang keine Meldungen zu Staus vor. Weil der Münchner Nahverkehr durch den Warnstreik größtenteils ausfällt, weichen Pendler zunehmend auf Autos und Fahrräder aus. Der Berufsverkehr verlagere sich auf die Straßen, berichtete die Polizei am Dienstag.

Es staue sich aber nicht und die Straßen seien nicht überfüllter als üblich.

Update 15.30 Uhr: Verkehr normalisiert sich

Wie die MVG mitteilte, werden bei U-Bahnen mittlerweile "alle Strecken wieder mindestens in einem Zehn-Minuten-Intervall bedient". Die U7 verkehre allerdings erst ab etwa 16 Uhr wieder.

Bei der Tram seinen laut den Verantwortlichen aktuell rund 70 Prozent der Fahrzeuge im Einsatz. Es könne aufgrund der ausfallenden Trambahnen aber vor allem auf den Linien 16, 17, 18, 23, 27 und 28 noch zu "längeren Wartezeiten" kommen.

Im Hinblick auf den Busbetrieb hieß es, dass "bereits über 80 Prozent der Fahrzeuge unterwegs" seien.

Eine Frau wartet an einer Straßenbahnhaltestelle. Bei der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG gibt es seit den frühen Morgenstunden einen Warnstreik.
Eine Frau wartet an einer Straßenbahnhaltestelle. Bei der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG gibt es seit den frühen Morgenstunden einen Warnstreik.  © DPA
 Streikende stehen vor dem Betriebshof in der Einsteinstraße in München und halten Transparente und Fahnen.
Streikende stehen vor dem Betriebshof in der Einsteinstraße in München und halten Transparente und Fahnen.  © DPA

Titelfoto: DPA

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