Mann klaut monatelang Briefe und hortet sie bei sich zu Hause

Neuperlach - Ein ehemaliger Postmitarbeiter hat monatelang Briefe in Neuperlach bei München gestohlen und bei sich zu Hause aufbewahrt.

In einem Zustellstützpunkt kamen monatelang Briefe abhanden; deshalb sollten Security-Mitarbeiter die Post bewachen. (Symbolbild)
In einem Zustellstützpunkt kamen monatelang Briefe abhanden; deshalb sollten Security-Mitarbeiter die Post bewachen. (Symbolbild)  © DPA

Der 26-jährige Bosnier war bis Dezember 2018 bei der Deutschen Post angestellt.

Am letzten Donnerstag brach er in einen Zustellstützpunkt in Neuperlach ein, wie die Polizei am Sonntag bekannt gab.

Zwei Mitarbeiter der Post Security ertappten den Mann, als er sich 21 Einschreiben aus einer Box nahm und einzelne Briefe heraussuchte.

Als er von den Security-Mitarbeitern angesprochen wurde, konnte er sich als ehemaliger Postmitarbeiter ausweisen. Dem 26-Jährigen war Ende letzten Jahres gekündigt worden, weil er gegen das Post- und Fernmeldegeheimnis verstoßen hatte.

Offenbar hat ihn das nicht davon abgehalten, weiter Briefe zu mopsen. Laut der Mitarbeiter wurden in den letzten Monaten immer wieder Briefe aus der Box im Zustellstützpunkt entwendet. Deshalb wurden auch die Security-Mitarbeiter eingesetzt. Mehrere Personen, die von den Diebstählen betroffen waren, hatten Anzeige erstattet.

Der Mann wurde von der Polizei festgenommen und zur Dienststelle nach Perlach gebracht. Er wohnt in der Wohnung seiner Schwester. Bei der Durchsuchung seines Zimmers und eines Kellerabteils, fand die Polizei mehrere Tüten mit Postsendungen, Reisepässen, Sozialversicherungsausweisen, diversen Zahlungskarten und einem Smartphone.

Der 26-Jährige hat die Taten gegenüber den Beamten gestanden und wurde in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht.

Was genau sein Motiv für den umfangreichen Diebstahl war, ist nun Gegenstand der Ermittlungen der Polizei.

Viele Briefe kamen nie an ihrem Ziel an, da sie von dem Mann im Zustellstützpunkt abgefangen wurden. (Symbolbild)
Viele Briefe kamen nie an ihrem Ziel an, da sie von dem Mann im Zustellstützpunkt abgefangen wurden. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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