Exorzismus im Obdachlosenheim! Junge Frau fast von Verwandten ertränkt

Ihre Cousins schütteten ihr brutal Wasser in den Mund. Das Opfer verdrehte schon die Augen, konnte sich nicht wehren.
Ihre Cousins schütteten ihr brutal Wasser in den Mund. Das Opfer verdrehte schon die Augen, konnte sich nicht wehren.  © 123RF

München - Plötzlich tönten laute Schreie durch die Obdachlosenunterkunft im Münchner Osten! Als die Polizei am Freitagvormittag am Ort des Geschehens eintraf, trauten die Beamten ihren Augen nicht. Vier junge Eritreer hielten eine 20-jährige Landsfrau auf dem Boden fest und flößten ihr gewaltsam Wasser ein.

Gegen 11.15 Uhr alarmierte ein Zeuge die Heimleitung, die sofort die Polizei kontaktierte. Das Zimmer, aus dem das laute Geschrei drang, war zwar schnell ausfindig gemacht, doch niemand öffnete die Tür. Mit Gewalt mussten die Beamten sich letztendlich Zugang verschaffen.

Im Raum knieten zwei Männer (21, 25) auf einer 20-jährigen Frau, pressten ihre Gliedmaßen auf den Fußboden. Den Kopf des Opfers hatte sich ein weiterer Landsmann (23) zwischen die Schenkel geklemmt, mit einer Hand hielt er ihr den Mund gewaltsam offen. Mit der anderen Hand schüttete er ihr Wasser aus einer 1,5 Liter-Flasche in die Kehle.

Alle Männer trugen große Kreuze um den Hals. An den Wänden hatten sie zahlreiche Marien- und Jesusdarstellungen angebracht, im Raum waren zudem Bibeln mit markierten Textstellen zu finden.

Diese trugen sie dann in ihrer Landessprache vor. Mit letzter Kraft versuchte die junge Frau, das Wasser auszuspucken, sie verdrehte die Augen. Bisher ist noch nicht sicher, ob sie einen epileptischen Anfall erlitt oder es ein Symptom von Sauerstoffmangel war.

Sofort alarmierten die Beamten den Rettungsdienst, ein Notarzt musste die junge Eritreerin versorgen. Sie kam im Anschluss ins Bezirkskrankenhaus. Laut Polizeiangaben soll sie schon seit Langem unter einer psychischen Krankheit leiden.

Dies hatte die Männer wohl veranlasst, ihre Cousine aus dem Hunderte Kilometer entfernten Bremen nach München zu bringen, um ihr den Teufel auszutreiben. Für die Männer sei der Exorzismus vollkommen normal - beim Verhör zeigten sie kein Unrechtsbewusstsein. Sie gestanden die Tat, der Richter erließ Haftbefehl.

Brutale Exorzismus-Zeremonien sind keine Seltenheit in Deutschland. Der wohl bekannteste Fall der letzten Jahre ist der einer 41-jährigen Südkoreanerin, die von ihren Verwandten bei einer Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotel durch massiven Druck auf den Brustkorb und Gewalteinwirkungen auf den Hals erstickt worden war.


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