Über 60 Besoffene nach der Wiesn auf E-Scootern unterwegs: Führerschein weg!

München - Mehr als 60 Fahrer von E-Tretrollern sind an den ersten Wiesntagen bis Montagmorgen alkoholisiert erwischt worden und müssen ihren Führerschein abgeben.

Für E-Scooter gelten die gleichen Promille-Grenzen wie für Autofahrer. (Archivbild)
Für E-Scooter gelten die gleichen Promille-Grenzen wie für Autofahrer. (Archivbild)  © Sina Schuldt/dpa

27 von ihnen hätten 1,1 Promille und mehr gehabt, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag auf Anfrage. Das gelte als Straftat - die Führerscheine seien sichergestellt worden. Hier kann die Fahrerlaubnis ein halbes Jahr weg sein, im Extremfall sogar lebenslang.

0,5 bis 1,1 Promille hatten 36 Fahrer von E-Scootern.

Ihnen droht wegen einer Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld von 500 Euro plus ein Fahrverbot von einem Monat. "Das ist wie bei einer Trunkenheitsfahrt mit dem Auto", sagte die Sprecherin.

Die Polizei hatte im gesamten Stadtgebiet kontrolliert. Ob die Wiesn sich besonders auswirkte, blieb zunächst offen. Es habe bereits an anderen Wochenenden ähnliche Zahlen gegeben, hieß es.

E-Tretroller sind rund um das Oktoberfest ohnehin verboten. Für die Elektro-Scooter gelten dieselben weiträumigen Straßensperrungen rund um das Volksfest wie für Autos. Ab 17 Uhr können die Roller zudem in einem noch größeren Bereich nicht mehr ausgeliehen werden; in einem weiteren Bereich können sie nicht abgestellt werden.

So sollen Wiesngäste gar nicht erst in Versuchung kommen, ein Gefährt auszuleihen. Zudem könnten kreuz und quer abgestellte E-Scooter auch schnell zur Stolperfalle werden, argumentierte Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) vor dem Wiesnstart.

Rund um das Oktoberfest-Gelände gibt es eine Sperrzone, in der E-Scooter nicht genutzt werden können.
Rund um das Oktoberfest-Gelände gibt es eine Sperrzone, in der E-Scooter nicht genutzt werden können.  © Tobias Hase/dpa

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