Gewinnrückgang: Osram will sich neu ausrichten

München - Der Lichtkonzern Osram hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich weniger verdient. Zu den belastenden Faktoren zählte dabei auch eine sich abschwächende Autokonjunktur, wie das Unternehmen in München mitteilte.

Der Lichtkonzern Osram will sich nach schwachen Zahlen neu ausrichten. (Symbolbild)
Der Lichtkonzern Osram will sich nach schwachen Zahlen neu ausrichten. (Symbolbild)  © DPA

Trotz des Gewinnrückgangs soll die Dividende mit 1,11 Euro je Aktie stabil bleiben. Als Reaktion auf die schwächere Geschäftsentwicklung will das Management um den Vorstandsvorsitzenden Olaf Berlien die Geschäftsbereiche neu ausrichten.

So soll es vom neuen Geschäftsjahr 2018/19 an drei Geschäftsbereiche mit einem anderen Zuschnitt als bisher geben: Das Geschäft mit der Automobilindustrie wird ebenso zu einem Bereich zusammengefasst wie das mit der Digitalisierung.

Die LED-Halbleitersparte Opto Semiconductors bleibt hingegen. Das Leuchtengeschäft sowie das US-Servicegeschäft sollen weiterhin verkauft werden. Der Prozess schreite "planmäßig voran", erklärten Osram-Verantwortliche.

Im vergangenen Geschäftsjahr (30. September) stagnierte der Umsatz bei 4,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe erreichte Osram ein Plus von 2 Prozent. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 142 Millionen Euro fast die Hälfte weniger.

Osram hatte wegen einer zurückhaltenden Nachfrage aus der Automobilindustrie, schwacher Geschäfte in der Beleuchtungssparte sowie Projektverschiebungen im Smartphone-Bereich Ende Juni die Prognose gesenkt. Es war das zweite Mal in dem Geschäftsjahr.

Titelfoto: DPA


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