Antisemitismus bei Münchner Polizei: Innenminister informiert über Polizeiskandal

München - Nach dem jüngsten Skandal um einen internen Münchner Polizei-Chat will Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch (9.15 Uhr) im Innenausschuss des Landtags Bericht erstatten.

Die Münchner Polizei steht in den Schlagzeilen: Der Innenminister will nun Bericht erstatten. (Archivbild)
Die Münchner Polizei steht in den Schlagzeilen: Der Innenminister will nun Bericht erstatten. (Archivbild)  © DPA

Nach einer länger geplanten Debatte über die neue Kriminalstatistik will er die Gelegenheit nutzen und die Abgeordneten über den aktuellen Sachstand im Münchner Polizeiskandal informieren.

Am Freitag war bekannt geworden, dass die Münchner Staatsanwaltschaft gegen mehrere Polizeibeamte wegen eventuell strafbarer Inhalte in einer internen Chat-Gruppe ermittelt (TAG24 berichtete).

Unter anderem geht es um zwei möglicherweise antisemitische Videos. Außerdem wurde ein Foto von einer Hakenkreuzschmiererei gefunden. Entdeckt wurde all dies im Rahmen anderer Ermittlungen auf dem privaten Handy eines Polizisten.

Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze hatte Herrmann am Montag eine inakzeptable Geheimhaltungstaktik vorgeworfen, weil die Vorwürfe nur durch medialen Druck an die Öffentlichkeit gelangt seien (TAG24 berichtete). Herrmann wies dies umgehend zurück: Der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä habe schnell und konsequent gehandelt, und auch die Staatsanwaltschaft sei umgehend eingeschaltet worden.

Neben den Antisemitismus-Vorwürfen steht die Polizei wegen sexuellem Missbrauch in den Schlagzeilen (TAG24 berichtete).

Wie am Dienstag bekannt gegeben wurde, soll ein Polizist einen Jungen im Münchner Umlang missbraucht haben und pornigrafische Fotos verbreitet haben.

Joachim Herrmann (l., CSU), Innenminister von Bayern und Wilhelm Schmidbauer, bayerischer Landespolizeipräsident bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der bayerischen Kriminalstatistik in München. (Archivbild)
Joachim Herrmann (l., CSU), Innenminister von Bayern und Wilhelm Schmidbauer, bayerischer Landespolizeipräsident bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der bayerischen Kriminalstatistik in München. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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