Freundin packt aus! So versaut war das Leben der Kreissägen-Mörderin in der SM-WG

Die grausam zugerichtete Leiche wurde erst viele Jahre später gefunden.
Die grausam zugerichtete Leiche wurde erst viele Jahre später gefunden.  © DPA

München - Chaos im Haus und eine Dreiecksbeziehung: Mehrere Zeugen haben im Münchner Prozess um einen grausamen Kreissägen-Mord einen Einblick in das Leben der Frau gegeben, die ihrem Freund beim Sexspiel mit einer Handkreissäge den Kopf abgeschnitten haben soll (TAG24 berichtete).

Studentin Vera E.(30) schilderte vor Gericht eine Dreiecksbeziehung mit dem Opfer Sebastian H. (28) und der Angeklagten Gabi P. (32) . Sadomaso-Spiele sollen alltäglich gewesen sein.Verena E. sei 2006 in einer Diskothek von der Pädagogik-Studentin angesprochen worden, berichtete die junge Frau am Donnerstag vor dem Landgericht München. Dann sei sie dem Lebensgefährten vorgestellt worden. Monatelang unterhielten die drei eine intime Beziehung.

VIELE SEXDETAILS VOR GERICHT

"Ich wurde Haustierchen genannt", so Verena E. vor Gericht über die Sex-WG. "Weil ich kam und ging wie eine Katze. Wenn ich kam, dann eben zum Kuscheln." Die Zeugin erzählte auch über das Mordopfer Sebastian H.: "Er wollte, dass wir Strapse und Highheels tragen. Wenn seine Vorlieben nicht befriedigt wurden, wurde er launisch." Demnach standen Hardcore Sex und Fesselspiele auf der Tagesordnung. Gabi P. habe dabei mitgemacht, obwohl sie es nicht wollte.

Sie habe den Eindruck gehabt, die 32 Jahre alte Beschuldigte sei von der Beziehung zu dem Mann zermürbt worden. Oft habe es Streit gegeben, er sei übellaunig gewesen und habe seine Freundin beschimpft. Er habe "immer wieder Sex mit anderen" gewollt. "Sie sollte ausgehen, Leute kennen lernen und heimbringen."

Die Angeklagte hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit gestanden, ihren Lebensgefährten 2008 beim Sexspiel mit einer Handkreissäge getötet zu haben. Sie soll ihm den Kopf abgeschnitten haben. Ihr neuer Lebensgefährte, mit dem sie inzwischen verlobt ist, fand die Leiche Monate nach der Tat und half ihr, sie im Garten der Studenten-WG zu vergraben. Er ist bereits wegen Strafvereitelung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Tat in Haar bei München kam erst 2016 ans Licht.

Am Nachmittag schilderte der Vater - angesichts der Umstände erstaunlich launig - die Beziehung zwischen seiner Tochter und ihrem damaligen Freund. Dem Vater gehörte wohl auch die Kreissäge. Sie habe eine solche Säge ausgeborgt und - als er sie wieder haben wollte - gesagt, sie habe sie weiter verliehen.

Nach einer vorübergehenden Trennung habe sie über ihren Lebensgefährten gesagt: "Der kommt immer wieder an und ich werd' den nicht los."

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