Schwester von Ex-Freundin getötet, Mutter und Bruder schwer verletzt: Mann (21) vor Gericht

München - Wegen Mordes und mehrfachen Mordversuchs muss sich ein 21-Jähriger von Dienstag (9.30 Uhr) an vor dem Landgericht München I verantworten.

In München war es 2018 zu einer schrecklichen Bluttat gekommen. (Archivbild)
In München war es 2018 zu einer schrecklichen Bluttat gekommen. (Archivbild)  © Matthias Balk/dpa

Laut Anklage hat er im Sommer 2018 die 25 Jahre alte Schwester seiner Ex-Freundin in der Wohnung in beide Opfer überlebten die Attacke schwer verletzt.

Die Ex-Freundin und der Vater der Familie waren bei der Bluttat nicht zu Hause.

Zuvor soll sich die damals 18 Jahre alte Frau vom Angeklagten getrennt haben, nachdem er sie mehrfach geschlagen und zwei Mal vergewaltigt haben soll. Auch wegen dieser und zahlreicher weiterer Taten ist der junge Mann nun angeklagt.

Nach der Tat war er mehrere Stunden mit blutverschmierter Kleidung durch die Stadt geirrt, bevor er am Abend von Zivilpolizisten verhaftet werden konnte.

Update 12 Uhr: Öffentlichkeit in Mordprozess gegen 21-Jährigen ausgeschlossen

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat im Münchner Landgericht I am Dienstag der Prozess wegen Mordes und mehrfachen Mordversuchs gegen einen 21-Jährigen begonnen.

Er soll im Sommer 2018 die 25 Jahre alte Schwester seiner Ex-Freundin in der Münchner Wohnung der Familie mit zahlreichen Messerstichen getötet haben, hieß es bei der Verlesung der Anklage. Auch die Mutter und den 15-jährigen Bruder habe er demnach angegriffen, beide überlebten schwer verletzt.

Der Bruder habe ihm noch das Messer entwinden und einen Notruf absetzen zu können. Die Familie tritt als Nebenkläger in dem Prozess auf.

Nach der Verlesung der Anklageschrift wurde die Öffentlichkeit auf Antrag der Verteidigerin des jungen Mannes ausgeschlossen. Grund ist laut Gericht, dass einem vorläufigen psychiatrischen Gutachten zufolge auch eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht komme. Er müsse sich daher vor Gericht auch über eine mögliche psychische Erkrankung äußern können, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfahre.

Der Ausschluss solle aber zunächst nur für die Schilderungen des Angeklagten gelten. Zeugenvernehmungen sollten öffentlich bleiben, hieß es.

Der Prozess soll am kommenden Montag fortgesetzt werden. Zunächst sind neun weitere Verhandlungstage bis Ende Januar geplant.

Polizei und Spurensicherung waren mit einem Großaufgebot am Tatort im Einsatz. (Archivbild)
Polizei und Spurensicherung waren mit einem Großaufgebot am Tatort im Einsatz. (Archivbild)  © Matthias Balk/dpa
Die Schwester der Ex-Freundin des Angeklagten überlebte die brutale Attacke nicht. (Archivbild)
Die Schwester der Ex-Freundin des Angeklagten überlebte die brutale Attacke nicht. (Archivbild)  © Matthias Balk/dpa

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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