Mann rast mit Auto in Haus: Wollte er Ex-Freundin und deren Partner umbringen?

München - Es ist ein Vorwurf, der einem einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen lässt: Mit einem spektakulären Fahrmanöver soll ein Mann versucht haben, seine Ex-Freundin sowie deren neuen Partner umzubringen.

Der Angeklagte hält sich vor Prozessbeginn einen Aktendeckel vor das Gesicht.
Der Angeklagte hält sich vor Prozessbeginn einen Aktendeckel vor das Gesicht.  © DPA

Zudem hat er aus Sicht der zuständigen Staatsanwaltschaft das Leben des Kindes der Frau riskiert, als er mit seinem VW Bus in Bayern durch eine zwei Meter hohe Hecke quer über die Terrasse mit hoher Geschwindigkeit ins Haus bretterte.

Ab Dienstag muss sich der 33-Jährige deshalb unter anderem wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht München II verantworten.

Der in Cottbus geborene Mann soll blind vor Wut wegen der Trennung gewesen sein. Als er im Juni vergangenen Jahres in Indersdorf im Landkreis Dachau einige seiner Gegenstände bei seiner Ex-Freundin abholen wollte, habe er beschlossen, die Kleinfamilie zu töten, so der Vorwurf der Anklage.

Nur weil die beiden Erwachsenen in anderen Zimmern waren, kamen sie letztlich unversehrt davon. Das Kind der Frau war bei seinem Vater.

Nach dem Anschlag soll der Angeklagte die Frau auch noch verfolgt und niedergerungen haben. Ihr neuer Lebensgefährte konnte nach Darstellung der Staatsanwaltschaft jedoch Schlimmeres verhindern.

Für den anstehenden Prozess sind aktuell vier Verhandlungstage bis Mitte des Monats Mai angesetzt.

In Indersdorf im Landkreis Dachau in Bayern war es im Juni 2018 zu dem Zwischenfall gekommen.
In Indersdorf im Landkreis Dachau in Bayern war es im Juni 2018 zu dem Zwischenfall gekommen.  © Screenshot/Google Maps

Titelfoto: DPA

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