Von den Nazis geraubt: Bayern gibt Kunst an jüdische Familien zurück

München - Bayern gibt neun Nazi-Raubkunst-Werke an eine jüdische Familie zurück.

Diese Bilder gehören zu Kunstwerken, die im November 1938 von der Gestapo beschlagnahmt worden waren.
Diese Bilder gehören zu Kunstwerken, die im November 1938 von der Gestapo beschlagnahmt worden waren.  © Sina Schuldt/dpa

Kunstminister Bernd Sibler übergibt die Kunstwerke aus dem ursprünglichen Eigentum des jüdischen Ehepaares Julius und Simone Davidsohn aus München am Montag an dessen Erben.

Es handelt sich nach Ministeriumsangaben um fünf Gemälde, drei Farbstiche und eine Holztafel mit Elfenbeinreliefs.

Die Werke seien im November 1938 im Rahmen einer staatlichen Kunstraubaktion von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) beschlagnahmt worden und 1955 in den Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, des Bayerischen Nationalmuseums und der Staatlichen Graphischen Sammlung gelangt.

Julius und Simone Davidsohn lebten seit 1917 in München.

Die Nationalsozialisten deportierten beide nach Theresienstadt, wo Julius Davidsohn im August 1942 ermordet wurde. Seine Frau starb einige Monate später im April 1943.

Kurt Zeitler (l-r), stellvertretender Direktor der Staatlichen Graphischen Sammlung, Frank Matthias Kammel, Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums, Hardy Langer, Vertreter der Erbengemeinschaft, Bernd Sibler (CSU), Bayerischer Staatsminister für
Kurt Zeitler (l-r), stellvertretender Direktor der Staatlichen Graphischen Sammlung, Frank Matthias Kammel, Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums, Hardy Langer, Vertreter der Erbengemeinschaft, Bernd Sibler (CSU), Bayerischer Staatsminister für  © Sina Schuldt/dpa
Der Farbstich "Semire et Melida - Zwei Frauen in arkadischer Landschaft" von Louis Francois Mariage (Ende 18. Jahrhundert) und weitere Farbstiche wurden an die Erben zurück gegeben.
Der Farbstich "Semire et Melida - Zwei Frauen in arkadischer Landschaft" von Louis Francois Mariage (Ende 18. Jahrhundert) und weitere Farbstiche wurden an die Erben zurück gegeben.  © Sina Schuldt/dpa

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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