Reisegepäck im Urlaub von Auto überfahren: Frau scheitert vor Gericht mit Klage

München - Wird das Reisegepäck im Urlaub versehentlich von einem Auto überfahren, muss die Versicherung dafür nicht zahlen. Das hat das Amtsgericht München in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden.

Das Amtsgericht München sieht keinen Versicherungsfall vorliegen.
Das Amtsgericht München sieht keinen Versicherungsfall vorliegen.  © DPA

Eine Frau hatte von ihrer Reiseversicherung Geld für überrollte Gepäckstücke verlangt.

Sie hatte angegeben, ihr Reisebegleiter habe ihre Taschen am Tag der Abreise aus Antalya in der Türkei versehentlich überfahren. Der angegebene Schaden: 3760 Euro.

Bei dem Unfall sei ein Kleidersack aus den USA im Wert von 2500 Euro, eine Aktentasche aus Singapur im Wert von 500 Euro und das Geschenk eines verstorbenen Onkels, ein Montblanc-Füller im Wert von 760 Euro, kaputtgegangen.

Das Gericht wies die Klage ab und entschied, dass die Versicherung nicht zahlen muss. Denn das Gepäck sei weder durch eine Straftat noch durch einen Unfall oder "Feuer- oder Elementarereignisse" zu Schaden gekommen, hieß es in München.

Daher liege kein Versicherungsfall vor. Die Klägerin hat ihre Berufung gegen das Urteil nach Angaben des Gerichts zurückgezogen. Es ist rechtskräftig.

Das Reisegepäck einer Frau wurde in der Türkei von einem Auto überfahren. (Symbolbild)
Das Reisegepäck einer Frau wurde in der Türkei von einem Auto überfahren. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0