Rot gegen Trainer: Fußballverband setzt vorerst automatische Sperre fest

München - Trainer und Vereinsoffizielle können im bayerischen Amateur-Fußball von nun an bei einer Roten Karte erstmal automatisch gesperrt werden.

Ein Schiedsrichter zeigt die Rote Karte.
Ein Schiedsrichter zeigt die Rote Karte.  © Julian Stratenschulte/dpa

Wie der Bayerische Fußball-Verband (BFV) am Mittwoch mitteilte, entscheidet die unabhängige BFV-Sportgerichtsbarkeit im Anschluss über den Zeitraum der Strafe.

Wird ein Trainer oder Vereinsoffizieller also des Platzes verwiesen, bleibt er neuerdings bis zum Erlass des Sportgerichtsurteils für Spiele der gleichen Wettbewerbsform - wie Fußball- oder Futsal-Partien - gesperrt und erhält ein Innenraumverbot.

Bislang galt das Innenraumverbot nur für das laufende Spiel und zog keine Sportgerichtsbarkeit nach sich. Die schon für Spieler geltende Regelung wird also auch auf Trainer und Vereinsoffizielle angewendet.

Der BFV hat in seiner Rechts- und Verfahrensordnung die entsprechende Grundlage geschaffen, um die seit Saisonbeginn geltenden Bestimmungen der Fußball-Regelhüter des IFAB (International Football Association Board) von nun an auch umzusetzen.

Unparteiische haben zudem die Möglichkeit, einen Trainer mit der Roten Karte stellvertretend des Innenraums zu verweisen, wenn der Regelverstoß eines Vereinsoffiziellen oder eines aktuell nicht eingesetzten Spielers eindeutig seiner Mannschaft, aber nicht einer konkreten Person zugeordnet werden kann.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Mehr zum Thema München Regionalsport:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0