Beim Russisch Roulette: Mann schießt sich Wattestäbchen ins Gehirn

München - Beim Russisch Roulette mit einer Pistole hat sich ein Münchner ein Wattestäbchen in den Kopf geschossen.

Der Mann und sein Freund bestückte den Revolver mit einem halbierten Wattestäbchen.
Der Mann und sein Freund bestückte den Revolver mit einem halbierten Wattestäbchen.  © 123RF

Das halbierte Stäbchen sei durch die Schädeldecke zwei Millimeter ins Gehirn eingedrungen, heißt es in einer Entscheidung des Amtsgerichts München, die am Montag veröffentlicht wurde.

Laut rechtskräftigem Urteil hatte der Mann den geladenen Revolver in einer Mülltonne gefunden. Er und ein Freund hätten die scharfen Patronen entfernt und stattdessen ein halbes Wattestäbchen in eine Kammer eingesetzt.

Anschließend hätten sie die Trommel immer wieder gedreht und so getan, als würden sie abdrücken. Später ging der Freund nach Hause. Der 34-Jährige spielte weiter und kontrollierte laut Urteil, in welcher Kammer das Wattestäbchen saß. Als er zum Schluss kam, dass keine Gefahr drohte, drückte er ab.

Allerdings unterlief ihm dabei ein Fehler: Er habe er sich in der Drehrichtung der Trommel vertan, heißt es in der Entscheidung. Der schwer verletzte Mann wurde operiert. Nun leide er immer noch unter Schwindelattacken.

Auf Frage des Gerichts, wie ein erwachsener Mensch auf so eine Idee kommen könne, erklärte der Verurteilte, dass er seit Jahren drogensüchtig sei. Er habe bereits im Alter von 13 bis 14 Jahren begonnen, Marihuana zu konsumieren. Später seien härtere Drogen hinzugekommen.

Die Sache sei ihm aber eine Lehre gewesen und er konsumiere inzwischen keine Drogen mehr. Das Amtsgericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 1800 Euro - wegen unerlaubten Besitzes und Führens einer Schusswaffe.

Titelfoto: 123RF


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