Nach Wasser in Tunnel: S-Bahnen auf Stammstrecke fahren wieder

München - Ein überfluteter Tunnelabschnitt hat den Münchner S-Bahn-Verkehr in der Innenstadt am Dienstag komplett lahmgelegt. Am Morgen nach dem Wassereinbruch ist die gesperrte Strecke wieder frei befahrbar.

Reisende stehen vor einem abgesperrten S-Bahn-Eingang im Hauptbahnhof.
Reisende stehen vor einem abgesperrten S-Bahn-Eingang im Hauptbahnhof.

"Der Zugverkehr wird am Mittwochmorgen wieder aufgenommen", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Hunderttausende Menschen waren von den massiven Einschränkungen betroffen, neben Pendlern auch viele Touristen.

"Das Wasser stand zwischen Hackerbrücke und Hauptbahnhof auf einer Strecke von 150 Metern bis zu 50 Zentimeter hoch", sagte ein Sprecher der Münchner Feuerwehr.

Wie es zu dem Wassereinbruch am Vormittag in dem Gleisbereich in der Münchner Innenstadt kam, war zunächst völlig unklar. "Wir müssen erst klären, was die Ursache war", sagte eine DB-Sprecherin.

Reisende bekamen in der Landeshauptstadt die unmittelbaren Folgen des erheblichen Wassereinbruchs mit voller Wucht zu spüren.

Trotz Ferien füllte sich beispielsweise die unterirdische Station im Hauptbahnhof im Feierabendverkehr. Die Rolltreppen zu den S-Bahn-Gleisen waren mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Nichts ging mehr.

Touristen ebenso wie Pendler von Ausfällen betroffen

Einsatzkräfte des THW verlegen Schlauchleitungen auf den S-Bahngleisen.
Einsatzkräfte des THW verlegen Schlauchleitungen auf den S-Bahngleisen.  © Lino Mirgeler/dpa

Personal der Bahn in leuchtend gelben Warnwesten versuchte, teils aufgebrachten Leuten die angespannte Lage zu erklären.

Neben Berufspendlern waren auch Touristen betroffen, wie beispielsweise Samantha Miller, die bepackt mit zwei großen Koffern und zwei kleinen Kindern eigentlich auf dem Weg in ein Hotel war.

"Ich kann das nicht verstehen. Jetzt muss ich ein Taxi nehmen", sagte die US-Amerikanerin. Boris Wehberg wollte nur nach Hause: "Jetzt nehme ich eine Kombi aus U-Bahn und Bus mit zwei Mal Umsteigen."

Das ausgetretene Wasser wurde von der Feuerwehr laut Sprecher in die Kanalisation geleitet. Es sei offensichtlich kein Schmutzwasser. "Das könnte auch dafür sprechen, dass es entweder Grundwasser ist oder ein Rohr gebrochen ist."

Die Bahn ließ nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen keine Fotografen in den Tunnel.

Die Bahn-Sprecherin begründete dies mit den laufenden Arbeiten in dem "Gefahrenbereich".

Mehr zum Thema München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0