Menschen wie Tiere unter der Ladefläche eingepfercht: Polizei nimmt Schleuser fest!

München - In Bayern hat die Bundespolizei im ersten Halbjahr 2019 mehr Schleuser festgenommen als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres.

In einem Versteck unter der Ladefläche wurden diese Menschen über die Grenze gebracht und von der Bundespolizei entdeckt.
In einem Versteck unter der Ladefläche wurden diese Menschen über die Grenze gebracht und von der Bundespolizei entdeckt.  © Bundespolizei München

Mehr als 320 Tatverdächtige seien zwischen Januar und Juni gefasst worden, teilten die Beamten am Donnerstag in München mit. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien es rund 280 gewesen.

Menschenschlepper erwarten empfindliche Freiheitsstrafen. Im August verurteilte das Landgericht Traunstein zwei bulgarische Schleuser zu vier Jahren bzw. vier Jahren und neun Monaten Gefängnis. Die Männer hatten fünfmal illegal Migranten in einem Minivan von der Türkei nach Deutschland gebracht.

Die Geschleusten mussten unter unmenschlichen Bedingungen in einem Hohlraum unter der Ladefläche ausharren. Bis zu elf Stunden am Stück verbrachten die Menschen die Fahrt in dem Versteck von 25 mal 180 mal 174 Zentimetern.

Die meisten Schleuser nahmen die Beamten an der bayerisch-österreichischen Grenze fest. Mehr als jeder zweite in Deutschland festgenommene Schleuser ging den Bundespolizisten in Bayern ins Netz.

In der ersten Jahreshälfte habe es außerdem mehr als 6900 illegale Grenzübertritte gegeben, hieß es.

Das waren rund 700 weniger als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres.

An der deutsch-österreichischen Grenze werden die meisten Schleuser festgenommen.
An der deutsch-österreichischen Grenze werden die meisten Schleuser festgenommen.  © Bundespolizei München

Titelfoto: Bundespolizei München

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