Große Sperrzone, Verbote, Verkehr: Alle Infos zur 55. Sicherheitskonferenz

München - Am Freitag beginnt in München die 55. Sicherheitskonferenz. Rund um das Hotel "Bayerischer Hof" herrscht vom 15. bis zum 17. Februar in der Altstadt deshalb Ausnahmezustand. Ein Überblick.

Angela Merkel wird sich mit Staats- und Regierungschefs treffen. (Archivbild)
Angela Merkel wird sich mit Staats- und Regierungschefs treffen. (Archivbild)  © DPA

Einmal mehr treffen sich im renommierten Haus am Promenadeplatz rund 40 bedeutende Staats- und Regierungschefs sowie ferner 100 Minister, um sich über sicherheitspolitische Themen auszutauschen. Zudem sind hochrangige Militärs und Vertreter der Rüstungsindustrie, aus der Wirtschaft, Wissenschaft sowie von internationalen Organisationen vor Ort.

Für die Sicherheit der Welt relevante Aspekte werden in Reden, Diskussionsforen und darüber hinaus auch privaten Gesprächen der Teilnehmer besprochen. Schwerpunkte werden neben Krisen und bewaffneten Konflikten vor allem der aktuelle Zustand Europas und ebenso der Brexit sein.

Ebenfalls primär im Fokus stehen dürften die Weltmacht China, die Kündigung des INF-Vertrags durch die USA, der Umgang mit dem Iran oder auch ein Abzug aus Afghanistan.

Aufgrund der rund 500 weltpolitisch wichtigen Persönlichkeiten, dazu zählen unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (64, CDU), der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (69), der ägyptische Staatschef Abdel Fattah al-Sisi (64) oder die jeweiligen Außenminister der USA, Russlands und des Irans: Mike Pompeo (55), Sergej Lawrow (68) und Mohammed Sarif (59), wird es erneut teils erhebliche Einschränken im direkten Umfeld geben.

Rund um das Hotel wird ein streng kontrollierter Sicherheitsbereich eingerichtet. Zu welchem für die Dauer der Konferenz nur akkreditierte Personen Zugang erhalten. Ausnahmen wird es keinerlei geben.

Dieser umfasst im Jahr 2019 den Promenadeplatz, die Kardinal-Faulhaber-Straße, die Karmeliterstraße, die Hartmann-straße, sowie Teile der Pacellistraße, Prannerstraße und Maffeistraße. Die Sperrzone gilt von Freitag 6 Uhr morgens bis zum Sonntag um 15 Uhr am Nachmittag.

Von Freitag bis Sonntag werden allerdings nicht nur Straßen gesperrt: Auch der Luftraum über der bayerischen Landeshauptstadt ist betroffen. Es gilt über der Innenstadt eine komplette Flugbeschränkung. Der Luftraum wird streng überwacht. Vor allem Drohnen sind im Visier der zuständigen Beamten, Verstöße können teuer werden.

Verkehrsbehinderungen durch Sicherheitskonferenz

Die Polizei wird in München eine Sperrzone rund um den "Bayerischen Hof" errichten.
Die Polizei wird in München eine Sperrzone rund um den "Bayerischen Hof" errichten.  © Polizei München

Wer am Wochenende in der Nähe des "Bayerischen Hofes" parken wollte, sollte sich eine Alternative überlegen. Es herrscht in und um die Sicherheitszone striktes Halteverbot.

Es wird allerdings noch weitere Haltverbotszonen geben, da ein großes Bündnis aus 90 Organisationen am Samstagnachmittag zum Protest gegen die Sicherheitskonferenz aufgerufen und einen Demonstrationszug organisiert hat.

Dieser wird am Karlsplatz starten und folgenden Weg zurücklegen: Lenbachplatz, Maximiliansplatz, Platz der Opfer des Nationalsozialismus, Brienner Straße, Odeonsplatz, Residenzstraße, Max-Joseph-Platz, Dienerstraße, Marienplatz.

Eine Abschlusskundgebung am Marienplatz soll am Samstag zwischen 15 und 17 Uhr stattfinden, starten soll die Demonstration bereits um 13 Uhr am Startpunkt Karlsplatz.

Auch anstehende Transferfahrten von hochrangigen Gästen der Konferenz sowie damit einhergehende Schutzmaßnahmen dürften vereinzelt für Sperrungen sorgen. Weitere Verkehrsbehinderungen können deshalb nicht ausgeschlossen werden.

Betroffen sind über das gesamte Wochenende hinweg ebenfalls die Tram der Linie 19, die zwischen Hauptbahnhof und Maxmonument umgeleitet wird, und die 21, die zwischen Stachus und Max-Weber-Platz unterbrochen ist. Es gilt auszuweichen.

Für die Sicherheit sorgen derweil insgesamt rund 4400 Beamte aus ganz Bayern sowie aus dem restlichen Bundesgebiet.

"Für mich als Einsatzleiter der Münchner Polizei ist auch der Einsatz in diesem Jahr genauso anspruchsvoll und spannend wie in all den Jahren zuvor. Unseren Einsatzkräften, aber auch der Münchner Bevölkerung, wird an diesem Wochenende wieder einiges abverlangt", erklärte Polizeivizepräsident Werner Feiler im Vorfeld der Konferenz.

"Ich hoffe auch dieses Jahr wieder auf den sprichwörtlich langen Geduldsfaden unserer Münchnerinnen und Münchner, die in den letzten Jahren viel Gelassenheit und Verständnis für die notwendigen Maßnahmen gezeigt haben", sagte Feiler. Er wünsche sich, "dass die Beeinträchtigungen auf ein Mindestmaß reduziert werden können".

Staats- und Regierungschefs werden am Wochenende im Bayerischen Hof residieren. (Archivbild)
Staats- und Regierungschefs werden am Wochenende im Bayerischen Hof residieren. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA, Polizei München (Bildmontage)

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