Wohl der Kinder im Fokus: SPD will doppelt so viele Schulpsychologen

München - Als unmittelbare Reaktion auf die weiter steigende Zahl von Schülern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf fordert die Landtags-SPD im Freistaat eine Verdoppelung der Schulpsychologen oder Sozialpädagogen.

Die SPD fordert mehr Schulpsychologen oder Sozialpädagogen. (Symbolbild)
Die SPD fordert mehr Schulpsychologen oder Sozialpädagogen. (Symbolbild)  © David-Wolfgang Ebener/dpa

Nachdem es im Schuljahr 2016/17 in Bayern noch 62.769 Schüler mit Beeinträchtigungen beim Hören, Sehen, in der Motorik, beim Lernen, der geistigen Entwicklung, der Sprache und im Verhalten gegeben hatte, waren es 2018/19 bereits 75.536.

Der Anstieg um 12.767 Personen oder 20,34 Prozent geht rechnerisch aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor.

"Die Zahlen müssen ein Weckruf an die Staatsregierung sein", sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Margit Wild (61).

Der enorme Zuwachs an Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und der große Lehrkräftemangel führten besonders an den Grund-, Mittel- und Förderschulen zu ganz Situationen.

"Es leiden zuerst die schwächsten, nämlich die mit besonderen Förderbedarfen. Gleichzeitig bringt es Lehrkräfte an ihre Grenzen, weil sie sich nicht nur um diese Kinder kümmern können, sondern auch alle anderen gut fördern müssen", erklärte die 61-Jährige die Bedeutung.

Um die Lage zu verbessern, müsse es neben einer Verdoppelung bei den Schulpsychologen und Sozialpädagogen auch eine wissenschaftliche Untersuchung zu den Ursachen für die sich enorm erhöhten Fallzahlen geben, sagte Wild. Außerdem müsse Ministerpräsident Markus Söder (52, CSU) die Inklusion zur Chefsache machen.

Die Zahl von Schülern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf ist in Bayern gestiegen. (Symbolbild)
Die Zahl von Schülern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf ist in Bayern gestiegen. (Symbolbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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