Firma soll Spionage-Software illegal ins Ausland verkauft haben

München - Weil ein deutsches IT-Unternehmen womöglich illegal Spionage-Software ins Ausland verkauft hat, ermittelt die Staatsanwaltschaft München I.

Ein IT-Unternehmen soll illegal Späh-Software ins Ausland verkauft haben. (Symbolbild)
Ein IT-Unternehmen soll illegal Späh-Software ins Ausland verkauft haben. (Symbolbild)  © Silas Stein/dpa

Ihre Behörde prüfe, ob sich verantwortliche Geschäftsführer der Finfisher GmbH, die in München sitzt, strafbar gemacht haben, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

Es gehe um mögliche Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Zuerst berichteten NDR, BR, WDR und "Süddeutsche Zeitung".

Ins Rollen gebracht hat die Ermittlungen der Sprecherin zufolge unter anderem eine Strafanzeige von vier Nichtregierungsorganisationen, zu denen das Portal "Netzpolitik.org" und Reporter ohne Grenzen gehören.

Das Unternehmen ist ein bekannter Anbieter von Überwachungssoftware für Behörden. Sie soll unter anderem Ermittlern den Fernzugriff auf infizierte Rechner ermöglichen.

Der Vorwurf, die Software gehe auch an Regierungen, die Menschenrechte verletzten, tauchte in den vergangenen Jahren immer wieder auf - das Unternehmen wies ihn stets zurück.

Die Software des Unternehmens soll Ermittlern den Fernzugriff auf Rechner ermöglichen. (Symbolbild)
Die Software des Unternehmens soll Ermittlern den Fernzugriff auf Rechner ermöglichen. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

Titelfoto: Silas Stein/dpa

Mehr zum Thema München Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0