S-Bahn massiv gestört: Chaos auf Stammstrecke in München

München - Wegen einer Störung ist der S-Bahn-Verkehr im Zentrum von München vorübergehend ausgefallen. Zwischen den Stationen Hackerbrücke und Isartor auf der sogenannten Stammstrecke herrscht am Dienstagmittag teils Chaos.

In der Arnulfstraße, wo Feuerwehr und THW den vollgelaufenen S-Bahn-Tunnel auspumpen, steht ein Schild der Feuerwehr neben Schläuchen.
In der Arnulfstraße, wo Feuerwehr und THW den vollgelaufenen S-Bahn-Tunnel auspumpen, steht ein Schild der Feuerwehr neben Schläuchen.

Wie die Bahn mitteilt, sind zudem auch die Knotenpunkte Hauptbahnhof, Karlsplatz (Stachus) und Marienplatz von den erheblichen Problemen sowie deren schwerwiegenden Folgen betroffen.

Bei der Ursache der Störung handelt es sich um einen Wasserschaden, zur Dauer konnte die Bahn zunächst keine genaueren Angaben machen.

Die Stammstrecke verläuft weitgehend unterirdisch durch die Münchner Innenstadt. Täglich fahren rund 1000 Züge auf der Stammstrecke.

Laut Informationen der Bahn gibt es nirgendwo in Europa mehr Verkehr auf zwei Gleisen. Rund 840.000 Menschen nutzen die S-Bahn pro Werktag.

Zur Entlastung des für Störungen anfälligen S-Bahn-Netzes wird in der Landeshauptstadt eine zweite Stammstrecke gebaut.

Sie soll im Jahr 2028, zwei Jahre später als ursprünglich geplant, in Betrieb gehen und verläuft überwiegend durch einen neuen Tunnel.

Update 17.10 Uhr: Münchner S-Bahn-Tunnel nach Wassereinbruch gesperrt

Einsatzkräfte des THW verlegen Schlauchleitungen auf den S-Bahngleisen.
Einsatzkräfte des THW verlegen Schlauchleitungen auf den S-Bahngleisen.  © Lino Mirgeler/dpa

Ein überfluteter Tunnelabschnitt hat den Münchner S-Bahn-Verkehr in der Innenstadt lahmgelegt. "Das Wasser stand zwischen Hackerbrücke und Hauptbahnhof auf einer Strecke von 150 Metern bis zu 50 Zentimeter hoch", sagte ein Sprecher der Münchner Feuerwehr.

30 seiner Kollegen seien seit dem Vormittag dabei, das mehr als knietiefe Wasser abzupumpen. Es lief jedoch beständig weiteres Wasser in den Tunnel. "Ein Ende des Einsatzes ist noch längst nicht in Sicht", sagte er am frühen Dienstagabend.

Wie es zu dem Wassereinbruch am Vormittag in dem Gleisbereich in der Münchner Innenstadt kam, war zunächst noch völlig unklar. "Wir müssen erst klären, was die Ursache war", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Auch ob der Schaden mit dem Bau der zweiten Stammstrecke zusammenhänge, könne nicht beantwortet werden. Wann der Tunnel für die S-Bahnen wieder freigegeben wird, war am Abend noch offen.

Das ausgetretene Wasser wurde von der Feuerwehr laut Sprecher in die Kanalisation geleitet. "Das es offenbar kein Schmutzwasser ist, ist die Ableitung in Kanalisation kein Problem. Das könnte auch dafür sprechen, dass es entweder Grundwasser ist oder ein Rohr gebrochen ist."

Auf den Münchner S-Bahn-Verkehr hatte der Wasserschaden massive Auswirkungen: Die sogenannte Stammstrecke konnte auch zum abendlichen Berufsverkehr noch nicht befahren werden.

Die aktuelle Betriebslage kann man >>hier auf der Website der Deutschen Bahn verfolgen.

"Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache für den Wassereintritt zu finden, damit der Schaden schnellstmöglich behoben werden kann", versicherte die Sprecherin.

Update 19.00 Uhr: Ende der Sperrung noch nicht in Sicht: Arbeiten im "Gefahrenbereich" dauern an

Reisende stehen vor einem abgesperrten S-Bahn-Eingang im Hauptbahnhof.
Reisende stehen vor einem abgesperrten S-Bahn-Eingang im Hauptbahnhof.

Das ausgetretene Wasser wurde von der Feuerwehr laut Sprecher in die Kanalisation geleitet. Es sei offensichtlich kein Schmutzwasser.

"Das könnte auch dafür sprechen, dass es entweder Grundwasser ist oder ein Rohr gebrochen ist." Die Bahn ließ nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen keine Fotografen in den Tunnel.

Bilder aus dem Inneren stellte der Konzern bis zum Abend nicht zu Verfügung. Die Bahn-Sprecherin begründete dies mit den laufenden Arbeiten in dem "Gefahrenbereich".

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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