Streit eskaliert: Jugendlicher (17) kämpft nach Messerstichen in Klinik um Leben

München - In der bayerischen Landeshauptstadt ist es zu einer Auseinandersetzung zweier Gruppen gekommen. Die Folgen sind schrecklich. Zwei Jugendliche wurden verletzt, einer kämpft noch immer um sein Leben.

Die Polizei sucht nach einem Streit in München nach Verdächtigen. (Symbolbild)
Die Polizei sucht nach einem Streit in München nach Verdächtigen. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte sich der folgenschwere Zwischenfall bereits am Freitag ereignet. Eine fünfköpfige Gruppe war an einer Tankstelle in der Herzog-Wilhelm-Straße, an der Leergut abgegeben werden sollte, mit einer Gruppe aus vier Personen gegen 17 Uhr in Streit geraten.

Auslöser war das Filmen eines 17 Jahre alten Münchners mit seinem Handy. Einer der Männer aus der vierköpfigen Gruppe, die aus zwei Männern sowie zwei Frauen bestand, regte sich über die Aufnahmen, auf denen eventuell auch Personen aus seiner Gruppe zu sehen waren, dermaßen auf, dass er dem 17-Jährigen in der Folge den Inhalt einer Getränkedose in das Gesicht schüttete.

Die Situation lief daraufhin aus dem Ruder, es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen beiden Gruppen, in deren Zusammenhang das Handy des Jugendlichen auf den Boden fiel. Als dieser kurz darauf feststellte, dass das Display durch den Aufprall gesprungen war, folgte er mit einem Bekannten der anderen Gruppe, um über den am Handy entstandenen Schaden zu reden.

Es blieb jedoch nicht bei einem Wortwechsel, stattdessen kam es erneut zu einer gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei welcher der Unbekannte dem 17-Jährigen sowie seinem 18-jährigen Begleiter schwere Stich- und Schnittverletzungen zufügte.

Die beiden verletzten Jugendlichen gingen im Zuge der Attacke zu Boden, der 17-Jährige verlor das Bewusstsein. Der Begleiter, der leichte Verletzungen erlitten hatte, versuchte die Blutungen zu stillen und alarmierte darüber hinaus die Rettungskräfte, die den nicht ansprechbaren Schwerverletzten unter laufender Reanimation mit einem Krankenwagen in eine Klinik brachten.

Er kämpft aufgrund der erlittenen Wunden noch immer um sein Leben.

Polizei fahndet nach Attacke nach vier Personen

In München ist ein 17-Jähriger schwer verletzt worden. Er kämpft um sein Leben.
In München ist ein 17-Jähriger schwer verletzt worden. Er kämpft um sein Leben.  © Screenshot/Google Maps

Die vierköpfige Gruppe ergriff unterdessen direkt nach der Messerattacke über die Herzog-Wilhelm-Straße in Richtung Sendlinger Tor und anschließend vermutlich weiter über die Herzogspitalstraße und Kreuzstraße in Richtung Oberanger und Rindermarkt die Flucht. Bislang konnte keine Person identifiziert oder gefasst werden.

Gesucht werden laut Polizei ein circa 1,75 Meter großer Mann von "orientalischem Typ", der etwa 17 bis 18 Jahre alt ist und schwarze Haare mit einem Scheitel hat, diese sind oben länger als an den Seiten. Er soll laut Angaben der Beamten darüber hinaus schmale Augen haben. Es handelt sich bei dem Gesuchten um den mutmaßlichen Täter.

Ebenfalls gefahndet wird nach einem 1,70 Meter großen Begleiter des Mannes. Auch dieser wird als "orientalischer Typ" beschrieben. Er hat schwarze Haare, eventuell einen Drei-Tage-Bard und trug helle bis weiße Oberbekleidung mit Blutanhaftungen an der Schulterrückseite.

Einer 16- bis 18-jährigen Begleiterin, die 1,70 bis 1,75 Meter groß ist und eine schlanke Figur hat. Sie hat lange Haare, eine Zahnspange und sprach akzentfreies Deutsch. Die als "osteuropäischer Typ" beschriebene Frau trug eine schwarze Adidas-Jogginghose mit weißen Streifen und ein schwarzes Langarmshirt sowie weiße Turnschuhe. Zudem hatte sie eine Handtasche dabei.

Eine 14 bis 17 Jahre alte zweite Begleiterin, die ebenfalls 1,70 bis 1,75 Meter groß und von normaler Statur ist. Sie hat hellbraune und schulterlange Haare, trug eine Jeans, weiße Turnschuhe, ein schulterfreies Shirt und darunter ein helles Spaghetti-Top.

Wer sachdienliche Hinweise zu den gesuchten Personen oder der Tat geben kann, wird gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München unter der Rufnummer 08929100 oder jeder anderen Dienststelle in Verbindung zu setzen.

Titelfoto: DPA

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