Streit um Tonaufnahmen: NSU-Prozess gerät ins Stocken

Beate Zschäpe wartet beim Prozess weiterhin auf den Start der Plädoyers.
Beate Zschäpe wartet beim Prozess weiterhin auf den Start der Plädoyers.  © DPA

München - Im Münchner NSU-Prozess ist weiter offen, wann die Bundesanwaltschaft mit ihrem Plädoyer beginnen kann - ob noch am Mittwoch oder erst später.

Grund ist, dass der Streit über mögliche Tonaufnahmen des Plädoyers der Bundesanwaltschaft auch am Nachmittag weiterging.

Das Oberlandesgericht hatte am Morgen die Anträge sämtlicher Verteidiger abgelehnt, den Schlussvortrag der Bundesanwaltschaft auf Tonband aufzuzeichnen.

Dagegen intervenierte zunächst der Anwalt des Mitangeklagten Ralf Wohlleben, Olaf Klemke. Er beantragte unter anderem, notfalls einen Stenotypisten mit der Mitschrift des Plädoyers zu beauftragen.

Eigentlich sollte am Mittwoch mit den Plädoyers in dem Mammut-Prozess begonnen werden. Allein die Bundesstaatsanwaltschaft hatte einen rund 22-stündigen Vortrag angekündigt.

Titelfoto: DPA


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