Lebensgefährliche Stromexperimente: So lange muss der Fake-Arzt hinter Gitter

München - Im aufsehenerregenden Stromschlags-Prozess vor dem Landgericht München II ist der Angeklagte am Montag zu elf Jahren Haft wegen versuchten Mordes in 13 Fällen verurteilt worden.

Der wegen versuchten Mordes an zahlreichen Frauen und Mädchen angeklagte 30-jährige Informatiker aus Würzburg sitzt vor Prozessbeginn im Landgericht im Sitzungssaal.
Der wegen versuchten Mordes an zahlreichen Frauen und Mädchen angeklagte 30-jährige Informatiker aus Würzburg sitzt vor Prozessbeginn im Landgericht im Sitzungssaal.  © Sven Hoppe/dpa

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Informatiker aus Würzburg sich als falscher Arzt ausgegeben und junge Frauen per Internet-Chat dazu gebracht hat, sich selbst lebensgefährliche Stromschläge zuzufügen (TAG24 berichtete).

Außerdem wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus verhängt.

Die Staatsanwaltschaft hatte 14 Jahre Haft und die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gefordert, die Verteidigung eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

Zahlreiche Frauen in ganz Deutschland haben sich damit teilweise lebensbedrohlichen Stromschlägen ausgesetzt: Sie dachten, damit an einer wissenschaftlichen Studie teilzunehmen - ein Irrtum.
Zahlreiche Frauen in ganz Deutschland haben sich damit teilweise lebensbedrohlichen Stromschlägen ausgesetzt: Sie dachten, damit an einer wissenschaftlichen Studie teilzunehmen - ein Irrtum.  © Polizeipräsidium Oberbayern Nord/dpa

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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