Das 365-Euro-Ticket kommt schon nächstes Jahr nach München, doch nicht für alle!

München - Die Staatsregierung setzt darauf, dass nicht nur im Verkehrsverbund Nürnberg, sondern auch in München und anderen Städten zum nächsten Schuljahr das 365-Euro-Jahresticket für Schüler und Auszubildende kommt.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, löst an einem Fahrkartenautomaten ein Ticket. (Archivbild)
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, löst an einem Fahrkartenautomaten ein Ticket. (Archivbild)  © Peter Kneffel/dpa

Am Dienstag zurrte das Kabinett die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen dafür fest. Damit sollen auch die Städte und Landkreise in den Verkehrsverbünden München, Augsburg, Regensburg, Ingolstadt und Würzburg das Ticket zum Schuljahr 2020/21 einführen können, wie die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung am Dienstag mitteilte.

Konkret bietet die Staatsregierung den Kommunen demnach an, zwei Drittel der Mindereinnahmen zu übernehmen, die durch die Einführung des 365-Euro-Jahrestickets entstehen. Über die Einführung entscheiden müssen die jeweiligen Landkreise und Städte.

Nach Angaben der Staatskanzlei sollen am Ende fast eine Million junge Menschen von dem Ticketangebot profitieren können. Gelten soll es für Schüler an allgemein- und berufsbildenden Schulen, für Auszubildende und Beamtenanwärter der ersten und zweiten Qualifikationsebene, für Teilnehmer am Freiwilligen Sozialen und Ökologischen Jahr sowie für junge Männer und Frauen, die Bundesfreiwilligendienst leisten.

Ein allgemeines 365-Euro-Ticket auch für Erwachsene, wie es CSU und Freie Wähler in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt haben, scheitert dagegen derzeit an den Kosten.

Dies sei und bleibe ein Langfristziel, hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag bei der Vorstellung des 365-Euro-Tickets für Nürnberg erklärt. Bayern warte derzeit auf Vorschläge des Bundes zu einer möglichen Förderung.

Ein billigeres Fahrkarten-Konzept für alle scheitert laut Regierung derzeit an den Kosten. (Symbolbild)
Ein billigeres Fahrkarten-Konzept für alle scheitert laut Regierung derzeit an den Kosten. (Symbolbild)  © Armin Weigel/dpa

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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