Wiesn-Besucher fällt auf Gleise: Frauen retten betrunkenem Schweizer das Leben

München - Auf dem Weg zur Wiesn oder nach Hause drängen sich Hunderttausende Menschen an Münchner Bahnhöfen. Für einen jungen Franzosen endete der Heimweg am Samstag tödlich. Drei Menschen fielen bei weiteren Vorfällen ins Gleisbett.

Das Bild aus einer Überwachungskamera zeigt die Frauen am Bahnsteig Isartor, durch Winken machen sie den Fahrer auf den Mann im Gleis aufmerksam.
Das Bild aus einer Überwachungskamera zeigt die Frauen am Bahnsteig Isartor, durch Winken machen sie den Fahrer auf den Mann im Gleis aufmerksam.  © Bundespolizeiinspektion München/dpa

Eine S-Bahn hat in München einen Besucher des Oktoberfests erfasst. Der 22-Jährige starb in der Nacht zum Samstag in einem Krankenhaus (TAG24 berichtete). Der Tourist aus Frankreich hatte mit einer Gruppe das Oktoberfest besucht und war anschließend in München am Bahnhof Laim neben einer fahrenden S-Bahn gelaufen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Bei weiteren Vorfällen zum Ende der Woche fielen drei Menschen an S-Bahnhöfen in der Münchner Innenstadt ins Gleisbett - die Stürze endeten glimpflicher, weil Züge noch rechtzeitig stoppten.

Betrunken war ein Mann am Bahnhof Isartor auf die Gleise gestürzt und dank schneller Reaktion zweier Frauen nicht von einer S-Bahn überrollt worden.

Der 23-Jährige war am Samstag auf dem Weg vom Bahnsteig zur Rolltreppe plötzlich "im 90-Grad-Winkel abgebogen" und in Richtung Gleise gegangen, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Der Mann aus der Schweiz stürzte ins Gleisbett und war nicht mehr ansprechbar.

Zwei Frauen sahen den Betrunkenen auf den Schienen und warnten mit ausgebreiteten Armen den Lokführer einer einfahrenden S-Bahn. Der Zug kam rund 30 Meter vor dem Mann zum Stehen. Rettungskräfte brachten ihn verletzt in ein Krankenhaus. "Andere Reisende, die dies mitbekommen haben, hatten sich einfach entfernt", hieß es. Rettungskräfte brachten den Mann verletzt in ein Krankenhaus. Ob er zuvor das Oktoberfest besucht hatte, konnte ein Sprecher nicht sagen.

Bei einem Streit in einem Münchner Bahnhof schubste eine 18-Jährige einen Bekannten so von sich weg, dass er ins Gleisbett fiel - wenige Sekunden vor dem Einfahren einer S-Bahn. Der Zug kam nach Angaben der Bundespolizei vom Samstag noch rechtzeitig zum Stehen (TAG24 berichtete).

Es bestand keine Lebensgefahr für den 21-Jährigen, wie der Sprecher am Samstag sagte. Bundespolizisten griffen am Freitag die beiden weniger später auf Gleisen am Ende des Bahnsteigs auf.

Titelfoto: Bundespolizeiinspektion München/dpa

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