Streit um Artenschutz: Runder Tisch schon vor Aus?

München - Vor dem zweiten Treffen des Runden Tischs für mehr Artenvielfalt im Freistaat Bayern verhärten sich die Fronten zwischen Unterstützern und Kritikern des Volksbegehrens zusehends.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Ludwig Hartmann (2.v.r.) fordert eine klare Linie.
Grünen-Fraktionsvorsitzender Ludwig Hartmann (2.v.r.) fordert eine klare Linie.  © DPA

"Ich bleibe nur am Tisch sitzen, wenn ich das Gefühl habe, dass es in die richtige Richtung geht", sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Ludwig Hartmann (40) im Vorfeld der Deutschen Presse-Agentur.

Er erwarte, dass bei den Gesprächen endlich "Nägel mit Köpfen" gemacht wird. "Wir müssen uns darauf verständigen, dass das Volksbegehren die unterste Messlatte ist!"

Nach Meinung der Initiatoren kann es nur um noch mehr Artenschutz gehen.

Dass die Staatsregierung das Volksbegehren in seiner aktuellen Form unterstützt, ist aber unwahrscheinlich. Strittig sind etwa die geforderten einheitlichen Termine beim Mähen und Walzen von Wiesen und der Umgang mit Streuobstwiesen.

Man müsse am Volksbegehren arbeiten, "weil es in der jetzigen Form nicht praxistauglich ist", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (48, Freie Wähler) im Hinblick auf die Forderungen.

Der Runde Tisch zum Thema Artenschutz in Bayern geht in die zweite Runde.
Der Runde Tisch zum Thema Artenschutz in Bayern geht in die zweite Runde.  © DPA
Schutz der Artenvielfalt in Bayern? Ludwig Hartmann (M.) will "Nägel mit Köpfen" machen.
Schutz der Artenvielfalt in Bayern? Ludwig Hartmann (M.) will "Nägel mit Köpfen" machen.  © DPA

Titelfoto: DPA

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