Was ist dran am neuen Faltenkiller Biotulin?

Hilft allein das Eincremen gegen Fältchen? Oder muss doch tiefer eingegriffen werden?
Hilft allein das Eincremen gegen Fältchen? Oder muss doch tiefer eingegriffen werden?  © 123rf.com/evgenyatamanenko

München - Am Montag wurde die Verlobung von Prinz Harry (33) und der amerikanischen Schauspielerin Meghan Markle (36) bekanntgegeben (TAG24 berichtete). In den Interviews fiel auch auf, wie erstaunlich faltenfrei die 36-Jährige noch ist.

Sicher, die Verlobte von Prinz ist sportlich und lebt sehr gesund, von nichts kommt nichts. Doch wie "The Telegraph" berichtet, hilft auch Meghan Markle nach. Und zwar gerne mal mit Biotulin.

Das Anti-Falten-Gel, auch als Bio-Botox bekannt, gilt besonders in prominenten Kreisen als kleines Wundermittel. Unter anderem sollen Karl Lagerfeld, Michelle Obama, Heiner Lauterbach, Madonna und Herzogin Kate darauf schwören. Übrigens soll Meghan Markle den Botulin-Tipp von ihrer künftigen Schwägerin Kate Middleton (33) bekommen haben.

In dem Alter, in dem die beiden Frauen jetzt sind, werden erste Fältchen sichtbar. Sie sind also nicht zu jung, um ein bisschen nachzuhelfen.

Das hautglättende Biotulin wird nicht wie Botox gespritzt, sondern gecremt. Kann das funktionieren? Tausende andere Hersteller versprechen schließlich den gleichen Effekt, nämlich glatte, jugendliche Haut.

Laut Beipackzettel reicht eine "kleine Menge", die Wirkung soll "schon nach einer Stunde" erreicht sein, der Effekt "bis zu 24 Stunden" halten.

Die Werbung verspricht eine glatte Haut: Krähenfüße, Stirnfalten und die so genannte Zornesfalte zwischen den Brauen würden sichtbar geglättet.
Die Werbung verspricht eine glatte Haut: Krähenfüße, Stirnfalten und die so genannte Zornesfalte zwischen den Brauen würden sichtbar geglättet.

Kerstin Weng von "Stylight" hat Biotulin getestet. Das Gefühl auf der Haut sei gut, aber ihre Stirnfalte ist nach wie vor zu sehen. Auch einen Tag später sei die Wirkung nur minimal.

Weng holt sich Rat bei der Dermatologin Dr. Patricia Ogilvie aus München. Die Ärztin erklärt den Unterschied zwischen dem Bio-Botox und Botox:

Botox ist ein Arzneimittel (Botolinum), das gezielt in jene Muskelpartien gespritzt wird, in denen die so genannten Mimikfalten entstehen, und die Muskeln entspannt. Auf diese Weise bekämpft das Nervengift für rund vier Monate die Falten.

Botox zu spritzen verlangt echtes Können, denn sonst entsteht der bekannte Maskeneffekt.

Biotulin ist dagegen ein kosmetischer Wirkstoff aus pflanzlichen Bestandteilen (Hauptbestandteil ist Spilanthol, ein Extrakt aus der Parakresse) mit lokal leicht betäubender Wirkung - etwa wie eine Betäubung beim Zahnarzt.

Deshalb kann auch Biotulin zunächst zu einer beeinträchtigten Bewegung der Muskulatur führen - und eine botoxartige Straffung der Haut entstehen.

Was Biotulin - im Gegensatz zum Arzneimittel Botox - nicht darf: auf die mimikverantwortlichen Muskeln einwirken. Als kosmetischer Wirkstoff darf Biotulin nur die Hautschichten erreichen, aber nicht in die Muskeln gelangen.

Damit kann es in der erwünschten Wirkung auch nicht annähernd so intensiv sein, wie das bekannte Botox.


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