21-Jährige nach Amokfahrt in Münster: "Mein Glück mit dem Ersthelfer"

Münster – Am 7. April 2018 raste ein 48-Jähriger mit einem Campingbus in eine Menschenmenge in der Altstadt von Münster: Fünf Tote, mehr als 20 Verletzte (TAG24 berichtete). Unter den Opfern befand sich auch die Volleyballerin Chiara Hoenhorst (21), die nach der Amokfahrt im künstlichen Koma lag.

Fotomontage: An die schreckliche Amokfahrt hat Chiara Hoenhorst keine Erinnerungen.
Fotomontage: An die schreckliche Amokfahrt hat Chiara Hoenhorst keine Erinnerungen.  © imago/dpa

Die bei dem Anschlag schwer verletzte Volleyballerin verdankt offenbar ihrem Ersthelfer, den Rettungssanitätern und den behandelnden Ärzten ihr Leben. Das erklärte ihr Verein, der Volleyball-Bundesligist USC Münster am Dienstag in einer Mitteilung, in der sich auch Hoenhorst ausführlich äußerte.

"Ich hatte sehr viel Glück mit meinem Ersthelfer", sagte die 21-Jährige nach einem Treffen mit diesem: "Er ist Berufssoldat und war daher in der Lage, die Schwere meiner Verletzungen sehr gut einschätzen zu können. Er sagte mir, dass er verschiedene Anzeichen für eine schwere Kopfverletzung bei mir ausgemacht hat. Das hat er den herbeigeeilten Rettungssanitätern gleich mit auf den Weg gegeben."

Ihr Ersthelfer habe ihr bei dem Treffen gesagt, "dass er damals nicht davon ausgegangen ist, dass ich das überlebe". Wie der Verein berichtete, musste ihr wegen starker Schwellungen vorübergehend ein Stück Schädeldecke entfernt und einer zweiten Operation wieder eingesetzt werden.

Der Heilungsprozess verlaufe "erstaunlich gut". Hoenhorst trainiert wieder mit der Mannschaft und hofft, beim Bundesliga-Auftakt Ende Oktober spielen zu können. Erinnerungen an den Unfall hat sie keine.

Mehr zum Thema:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0