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Tote und viele Verletzte: Überlebende berichten von schrecklicher Amokfahrt

Ein Jahr nach Amokfahrt in Münster: Verletzte Seelen am Kiepenkerl

Ein Jahr nach der furchtbaren Amokfahrt in Münster mit Toten und Verletzten hält die seelische Last bei den Betroffenen an.

Münster – Es gab Tote und viele Verletzte. Bei den Überlebenden hat der Amokfahrer von Münster mit seiner Tat vom 7. April 2018 tiefe psychische Spuren hinterlassen.

Der Kleintransporter raste mitten in die Menschen auf der Terrasse des "Kiepenkerl".
Der Kleintransporter raste mitten in die Menschen auf der Terrasse des "Kiepenkerl".

Vorbei am Dom in Münster geht Stephan durch eine kleine Gasse in Richtung Kiepenkerl. Nur noch wenige Meter, ein paar Stufen hinunter. "Ich war nach neun Monaten erstmals im Januar wieder an diesem Ort", sagt der Steuerberater und Jurist aus München, der seinen ganzen Namen nicht nennen möchte.

Im April 2018 saß der heute 48-Jährige ganz nah an dem Ort, an dem bei einer Amokfahrt fünf Menschen getötet und über 20 verletzt wurden.

"Eigentlich dachte ich, dass ich das alles gut verarbeitet hatte. Ich habe nie davon geträumt, aber dann hat es mir beim Gang auf den Platz doch kurz die Beine weggehauen", sagt Stephan. Der Kiepenkerl ist ein Denkmal in Münsters Innenstadt. Um ihn herum stellen zwei Gaststätten in der wärmeren Jahreszeit Tische und Stühle auf.

"Mir macht diese Willkür zu schaffen. Warum hat es andere getroffen und uns nicht? Meine Schwiegermutter hat gesagt: Wir sind noch nicht dran", schildert der Mann, der in Münster studiert hat und seit vier Jahren in Bayern lebt. Für eine Geburtsfeier war er vor einem Jahr nach Westfalen gekommen.

"Grauer Schatten schob Tische und Stühle vor sich her"

Die Wirtin des Großen Kiepenkerl, Wilma von Westphalen, beschreibt die seelische Last ihrer Mitarbeiter.
Die Wirtin des Großen Kiepenkerl, Wilma von Westphalen, beschreibt die seelische Last ihrer Mitarbeiter.

Zwei Stunden, bevor ein psychisch labiler Deutscher mit seinem Campingbus in die Außengastronomie am Kiepenkerl rast, Menschen in den Tod reißt und sich anschließend selbst erschießt, sitzt Stephan genau an der Stelle, wo der Bus später eine Schneise der Verwüstung in die Außengastronomie reißt.

"Die Frauen wollten noch shoppen, und wir sind nochmals in Richtung Prinzipalmarkt aufgebrochen. Weil aber an diesem ersten tollen Frühlingstag draußen nirgendwo etwas frei war, sind wir Männer dann doch wieder in Richtung Kiepenkerl", schildert der 48-Jährige. Sie hatten sich gerade gesetzt und die erste Bestellung aufgegeben. "Da sehe ich im Augenwinkel, wie ein grauer Schatten eine Bugwelle von Tischen, Stühlen und Gläsern vor sich herschiebt."

In der Gaststätte "Großer Kiepenkerl" arbeitet zu diesem Zeitpunkt Wilma von Westphalen. Die 49-jährige Wirtin ist von der Amokfahrt im ersten Augenblick nur indirekt betroffen. Anders ergeht es ihren Angestellten. Insgesamt waren 20 der 50 Mitarbeiter an dem Tag da.

"Wir hatten glücklicherweise keine körperlich Verletzten unter den Angestellten, aber seelische", sagt die Chefin vor dem ersten Jahrestag. Die Belegschaft hat gemeinsam überlegt, wie sie mit diesem Tag umgeht. Jetzt hat der "Große Kiepenkerl" am 7. April erst ab 17 Uhr geöffnet. Am Abend sind nur Mitarbeiter eingeteilt, die bei der Amokfahrt keinen Dienst hatten.

Für die Mitarbeiter war nach Schilderung ihrer Chefin in den Monaten danach das Auftreten einiger Gäste eine fürchterliche Erfahrung. "Gäste haben uns gefragt: "Sagen Sie mal, wo genau ist das Auto denn reingefahren? Und wo waren Sie damals?" Meine Mitarbeiter haben sich bei diesen Fragen im ersten Moment zusammengerissen, sind dann hinten in der Küche weinend zusammengebrochen."

"Habe mich über den Hubschrauber gewundert"

Markus Lewe, Münsters Oberbürgermeister betont den Zusammenhalt in der Stadt.
Markus Lewe, Münsters Oberbürgermeister betont den Zusammenhalt in der Stadt.

Der Kiepenkerl dürfe kein Wallfahrtsort für Katastrophentouristen werden, fordert die Gasthausbetreiberin.

Umso mehr hat sie sich über die Touristenführer der Stadt Münster geärgert: "Sie sind sehr nah an den Platz herangekommen. Sie haben ihre Führung direkt vor dem Haus gemacht. Nach einer Beschwerde bei der Stadt wurde es besser."

Markus Lewe, Münsters Oberbürgermeister, sagt, er sei durch diesen Tag dankbarer geworden. "Und es hat mir gezeigt, dass in dieser Stadt, auch wenn wir uns in der Politik manchmal heftig auseinandersetzen, zusammengehalten wird."

Lewe war zum Zeitpunkt der Amokfahrt mit seiner Frau mit dem Rad unterwegs. "Auf dem Rückweg habe ich mich schon gewundert, dass am Himmel ein Hubschrauber zu sehen war. Am Schlossplatz sah ich dann die Krankenwagen, die Straße war mit Flatterband gesperrt.

Nachdem der Kleintransporter in die Außengastronomie gerast war, ist die Lage zuerst unübersichtlich. Handelt es sich um eine Terrortat? Gibt es weitere Beteiligte? Droht eine Explosion, weil noch Sprengstoff in dem Auto ist? Die Menschen haben die Terrorfahrten vom Breitscheidplatz in Berlin oder von Nizza in Erinnerung.

"Am Tatort waren viele Opfer zu versorgen"

Münsters Polizeichef Hajo Kuhlisch erfuhr im Urlaub von der schrecklichen Tat.
Münsters Polizeichef Hajo Kuhlisch erfuhr im Urlaub von der schrecklichen Tat.

Münsters Polizeipräsident Hajo Kuhlisch war zu diesem Zeitpunkt auf dem Rückweg vom Angelurlaub in Skandinavien. Bei einem Zwischenstopp in Hamburg, wo seine Tochter wohnt, stand er auf einer Fähre bei Finkenwerder.

"Es war der erste richtig schöne Tag des Jahres. Kurze Zeit nach der Tat klingelte mein Handy. Als Erstes hatte ich Kontakt zu meiner Leitstelle, zum OB und zur leitenden Oberstaatsanwältin."

Die Stadt hat Glück im Unglück. Wegen eines Fußballspiels und einer angemeldeten Demonstration sind viele Polizeibeamte bereits in der Stadt. Die Kurden sagen mit Rücksicht auf die Lage von sich aus die Demo sofort ab.

Der Polizeichef ist über mehrere Entscheidungen des Tages froh. "Am Tatort waren ja viele Opfer zu versorgen. Und es gab Angst vor Sprengstoff. Nach den Regeln hätten die Rettungskräfte den Bereich eigentlich nicht betreten dürfen. Aber um die Verletzten zu bergen, haben sie anders entschieden."

Daraus hat die Polizei in der Aufarbeitung Lehren gezogen: "Unser Handlungskatalog hat sich durch diesen Tag erweitert. Wir haben Dinge gemacht, die sinnvoll sind, auch wenn es so nicht in unseren Plänen stand. Regeln müssen gelebt werden", sagt Kuhlisch.

Für Kuhlisch bleibt eines offen: "Wir müssen uns fragen, wie wir gerade bei psychisch kranken Tätern neben den bereits bestehenden Hilfsangeboten in Zukunft so etwas verhindern können. Was können wir tun, wenn sich jemand isoliert, viel im Internet unterwegs ist und vielleicht ein Zeichen setzen will? Wir müssen aufarbeiten, ob es da eine Lücke gibt. Wie bekommen ich mit, dass sich jemand verändert?"

Eine Gedenktafel erinnert an die Opfer der Amokfahrt.
Eine Gedenktafel erinnert an die Opfer der Amokfahrt.

Fotos: DPA

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