Nach Amokfahrt und künstlichem Koma: Nächste Hiobsbotschaft für Bundesliga-Volleyballerin

Münster - Die Amokfahrt in Münster (TAG24 berichtete) hatte für die Volleyballerin Chiara Hoenhorst dramatische Folgen. Die 22-Jährige, die unter den Opfern war, verletzte sich so schwer am Kopf, dass sie ins künstliche Koma versetzt werden musste. Nun, fast ein Jahr danach, gab es für Spielerin des Bundesligisten USC Münster die nächste Hiobsbotschaft. Sie muss ihre Karriere beenden.

Die Amokfahrt in Münster hat für Volleyballerin Chiara Hoenhorst traurige Auswirkungen.
Die Amokfahrt in Münster hat für Volleyballerin Chiara Hoenhorst traurige Auswirkungen.  © Imago/Conny Kurth

Bis zuletzt kämpfte die Außenspielerin, um wieder in den Erstligakader zu gelangen. Dafür quälte sie sich mehrere Monate durch die Reha und bewies Willensstärke. Nun machte ihr aber das Schicksal erneut einen Strich durch die Rechnung.

Denn inzwischen leidet die BWL-Studentin an Folgeerscheinungen durch den Anschlag. "Seit November sehe ich so genannte Doppelbilder“, erklärte die 22-Jährige auf der offiziellen Internetseite des USC und fuhr fort: "Der Druck, der nach dem Unfall auf den Sehnerven gelastet hat, war so groß, dass diese Folgeerkrankung jetzt aufgetreten ist."

Die Entscheidung ihrer Karriere zu beenden fiel der jungen Frau nicht leicht, weswegen sie sowohl mit den behandelnden Ärzten als auch bei ihrer Familie Rücksprache hielt, bevor ihr Entschluss endgültig war.

Mit diesem Auto war ein Mann in Münster in eine Menschenmasse gerast.
Mit diesem Auto war ein Mann in Münster in eine Menschenmasse gerast.  © DPA

Vor allem der Präsident des Vereins zeigte sich sehr geknickt. "Der Verein und auch ich persönlich bedauern es außerordentlich, dass so ein hoffnungsvolles Talent wegen eines solch traurigen Unfalls seine Karriere vorzeitig beendet muss", erklärte er.

Ein wenig Hoffnung gibt es wohl auch noch für Chiara Hoenhorst, die nun aber erst einmal die hinzubekommene Freizeit genießen möchte."Die Ärzte sagen, dass die Doppelbilder mit der Zeit auch wieder weg gehen können", teilte sie mit.

Ob sie dann allerdings erneut auf die große Volleyballbühne zurückkehren wird, ließ sie offen und bleibt abzuwarten.

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