Babysitter vergeht sich an kleinen Mädchen und bekommt "mildes Urteil"

Münster - Seinen Job als Babysitter nutzte ein 24-Jähriger schamlos aus. Zwei Familien aus dem Tecklenburger Land vertrauten ihm ihre kleinen Mädchen im Alter von gerade einmal zwei und vier Jahren an.

Eigentlich sollte ein 24-Jähriger auf die kleinen Mädchen aufpassen. Stattdessen verging er sich an ihnen. (Symbolbild)
Eigentlich sollte ein 24-Jähriger auf die kleinen Mädchen aufpassen. Stattdessen verging er sich an ihnen. (Symbolbild)  © 123RF

Über das Internet suchten sie nach jemandem, der auf ihre Kinder aufpasst. Daraufhin meldete sich der junge Mann aus dem nahegelegenen Niedersachsen, wie der WDR berichtet.

Was sie nicht ahnten: Gleich mehrfach missbrauchte der 24-Jährige die beiden Mädchen, während er auf sie aufpasste. Schon bei der Polizei legte er ein umfangreiches Geständnis ab. Auch vorm Landgericht Münster leugnete er die ihm vorgeworfenen Taten nicht.

Während er die Kinder vergewaltigte, nahm er alles sogar noch mit dem Handy auf, schoss Fotos und machte Videos.

Letztendlich wurde er zu vier Jahren und drei Monaten Knast verurteilt. Ein "mildes Urteil", wie selbst der Richter gestehen musste, der unter dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmaß von fünf Jahren blieb.

Allerdings sei sein Geständnis strafmildernd berücksichtigt worden, heißt es. So mussten seine Opfer immerhin nicht vor Gericht aussagen. Macht er sich in der Haft gut und besucht eine Therapie, kann der 24-Jährige schon nach gut zwei Jahren wieder auf freien Fuß kommen.

Die Eltern der Opfer konnten das milde Urteil nicht nachvollziehen. Sie beklagten, das Gericht habe sich mehr um den Angeklagten als um die Opfer gekümmert, so der WDR.

Titelfoto: 123RF


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