Drohen weitere Explosionen? Waldbrand nahe Munitionslager wird für Feuerwehr zum Kraftakt

Münster - Einsatzkräfte haben den Waldbrand in Münster (Landkreis Darmstadt-Dieburg) in der Nacht unter Kontrolle gehalten.

Noch immer sind die Flammen in der Nähe des ehemaligen US-Munitionslagers noch nicht vollends gelöscht.
Noch immer sind die Flammen in der Nähe des ehemaligen US-Munitionslagers noch nicht vollends gelöscht.  © KeutzTVNews/Skander Essadi

Am Vormittag solle erneut versucht werden, das Feuer zu löschen, teilte ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstagmorgen mit.

Im Laufe des Tages werden dazu rund 150 Einsatzkräfte zu dem Waldbrand in der Nähe eines ehemaligen Munitionsdepots hinzugezogen. "Wir versuchen uns dem Feuer noch einmal mit ordentlich Manpower entgegenzustellen", sagte der Feuerwehrsprecher. "So ein Einsatz ist nicht alltäglich für unsere Leute."

Die Löscharbeiten sollen voraussichtlich noch bis Mittwoch andauern. Das Feuer war am Sonntagmittag im Bereich der "Muna", einem ehemaligen Munitionsdepot der US-Streitkräfte, im Ortsteil Breitefeld ausgebrochen. Zwischendurch hatte es kleinere Explosionen durch Teile alter Munition gegeben.

Verletzt wurde niemand. Insgesamt sind rund acht Hektar Wald betroffen. Die Brandursache war laut Feuerwehr zunächst unklar.

Fortschritte bei Löscharbeiten an früherem Munitionsdepot

Auch in der Nacht waren die zahlreichen Löscharbeiter im Einsatz.
Auch in der Nacht waren die zahlreichen Löscharbeiter im Einsatz.  © KeutzTVNews/Skander Essadi

Update, 17.35 Uhr: Die Feuerwehr in Südhessen kommt beim Löschen des Waldbrands in der Nähe eines ehemaligen Munitionsdepots in Münster voran.

"Das Abkühlen des Bodens hat geklappt", sagte ein Feuerwehrsprecher am Dienstag. Damit sei die Explosionsgefahr durch Munitionsreste auf dem Gelände im Landkreis Darmstadt-Dieburg eingedämmt.

Die Einsatzkräfte hätten nun einige sichere Wege, um mit Schläuchen näher an das Feuer heranzukommen. Es handele sich zum Beispiel um frühere Waldschneisen.

Bisher konnten nur zwei ferngesteuerte Kettenfahrzeuge durch das gefährliche Gelände manövriert werden. Sie erzeugen weiterhin mit einem Hochleistungslüfter Wassernebel, der die Gefahr weiterer Explosionen neutralisieren soll.

Die Feuerwehr rechnet weiter damit, den Brand bis Mittwoch vollständig gelöscht zu haben

Titelfoto: KeutzTVNews/Skander Essadi

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