Auf Feuersbrunst folgt Explosion: Großeinsatz bei Waldbrand nahe US-Munitionslager

Münster - Im südhessischen Münster (Kreis Darmstadt-Dieburg) kam es bereits am Sonntag zu einem heftigen Waldbrand. Doch neben dem Feuer machte den Einsatzkräften ein weiterer Umstand mächtig Probleme.

Hunderte Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz.
Hunderte Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz.  © KeutzTVNews/Skander Essadi

Feuerwehrkräfte seien im Bereich der "Muna", einem ehemaligen Munitionsdepot der US-Streitkräfte im Ortsteil Breitefeld, im Einsatz, sagte ein Sprecher der Polizei.

Der Brand sei gegen 13.20 Uhr ausgebrochen. Es bestehe zwar eine "latente Gefahr" durch ehemalige Kampfmittel. "Das Problem ist aber eher, dass noch mehr Wald abbrennt", sagte der Sprecher. Am Sonntagnachmittag seien etwa 1000 Quadratmeter betroffen gewesen.

Auch eine Warnmeldung über die KATWARN-App wurde von den Behörden ausgegeben. Darüber hinaus wurden Anwohner im Bereich Münster, Dieburg und Eppertshausen dazu aufgefordert ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Im Verlaufe der Löscharbeiten explodierten in der Nacht zu Montag letztlich sogar doch Teile der Munitionsbestände in dem ehemaligen US-Stützpunkt. Die Folge: Löscharbeiten mit Hubschraubern wurden aufgrund zu hoher Gefahr für die Löschkräfte verboten.

Verletzt worden sei dabei jedoch niemand. "Diese Bereiche sind für uns nun nicht betretbar wegen der erneuten Explosionsgefahr", sagte der Feuerwehrsprecher. Man versuche, das Feuer mit Wasserwerfern einzudämmen. Von dem Brand seien bislang rund zweieinhalb Hektar Wald betroffen.

Bis zu 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr und rund 50 Fahrzeuge waren im Einsatz. Die Brandursache war zunächst unbekannt. Gegenüber der Bild-Zeitung äußerte ein Polizeisprecher: "Wir rechnen damit, dass die Löscharbeiten noch bis Montagabend andauern."

Löscharbeiten dauern wohl bis Mittwoch an

Update, 20.50 Uhr: Trotz der Gefahr durch Explosionen kämpfen Feuerwehrleute in Südhessen weiter gegen einen Waldbrand in der Nähe eines ehemaligen Munitionsdepots.

Auch am Montagabend waren die Einsatzkräfte noch vor Ort, sagte ein Sprecher der Feuerwehr: "Es gibt noch Bodenfeuer und Glutnester." Gerechnet wurde mit einem Einsatz bis Mittwoch.

Auf dem Gelände werden immer noch Munitionsreste vermutet, die durch die Flammen entzündet werden könnten. In der Nacht zu Montag war es bereits zu Explosionen gekommen, verletzt wurde aber niemand.

Auch in den Morgenstunden des Montags waren noch zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz.
Auch in den Morgenstunden des Montags waren noch zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz.  © KeutzTVNews/Skander Essadi

Titelfoto: KeutzTVNews/Skander Essadi

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