Diesel-Urteil erwartet: Wie schädlich sind die Abgase wirklich?

Münster – Vor anstehenden Entscheidungen über Dieselfahrverbote in Nordrhein-Westfalen setzt das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) am Freitag seine zweitägige Expertenbefragung fort.

Bald soll die Entscheidung über Diesel-Fahrverbote in NRW fallen.
Bald soll die Entscheidung über Diesel-Fahrverbote in NRW fallen.  © DPA

Von 10 Uhr an geht es unter anderem um den Zweck von Grenzwerten und Gesundheitsgefahren bei Überschreiten der Grenzwerte.

Als Experten geladen sind Umwelt- und Lungenmediziner, Mikrobiologen und Fachleute für Luftreinhaltung.

Ende Juli berät das OVG in ersten mündlichen Verhandlungen zu Fahrverboten für Aachen und Bonn. Am 1. August sollen Urteil gesprochen werden. Am 12. September berät das Gericht die Klage zu einem Fahrverbot in Köln.

Hauptquelle für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid (NO2) in verkehrsreichen Gebieten sind Dieselautos. Daher fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) als Kläger neben weiteren Maßnahmen Fahrverbote, wenn der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel nicht eingehalten wird.

Weitere von Klagen betroffene Städte sind Bielefeld, Bochum, Dortmund, Düren, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Oberhausen, Paderborn und Wuppertal. Termine für diese Städte stehen noch nicht fest.

Der Vorsitzende Richter, Max-Jürgen Seibert (m) sitzt mit seinem Berichterstatter Andre Niesler (l) und der Richterin Maren Sarnighausen vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster.
Der Vorsitzende Richter, Max-Jürgen Seibert (m) sitzt mit seinem Berichterstatter Andre Niesler (l) und der Richterin Maren Sarnighausen vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster.  © DPA

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