Sollte diese Festnahme nach Amok-Fahrt von Münster vertuscht werden?

Münster - Die Polizei in Münster hat die Hintergründe einer Personenkontrolle nach der Amokfahrt im Stadtzentrum aufgeklärt, die in den sozialen Netzwerken für Spekulationen gesorgt hatte.

Ist in diesem
Ist in diesem  © Screenshot Facebook

Am Wochenende war ein Video unter dem Titel "Alarm in Münster, Täter wird gestellt" im Internet verbreitet worden, auf dem zu sehen ist, wie schwer bewaffnete Polizisten vor dem Rathaus in Münster einen Mann auffordern, sich auf den Boden zu legen. Der kommt diesen Aufforderungen nur zögernd nach.

Angeblich sei dort ein Komplize des Amokfahrers, möglicherweise auch einer der Männer, die Zeugen aus dem Tatfahrzeug haben springen sehen, verhaftet worden sein. Die Spekulationen, vor allem auf Verschwörungsseiten und rechten Blogs, die lieber einen Islamisten als Täter gesehen hätten, nahm angesichts dieses Video fast schon bizarre Züge an.

Jetzt nahm die Polizei dazu Stellung. Sie teilte am Montag mit, bei dem Mann habe es sich um einen Inder gehandelt, der mit der Amokfahrt nichts zu tun gehabt habe.

Der Inder sei am Samstag in Begleitung eines Landsmannes in der Nähe des Tatorts zu Fuß unterwegs gewesen. Als Polizisten beide kontrollieren wollten, habe einer der Männer die Aufforderungen der Beamten nicht verstanden.

Daraufhin sei er gezwungen worden, sich auf den Boden zu legen. Bei der Kontrolle habe sich herausgestellt, dass die beiden Männer nichts mit der Amokfahrt vor der Gaststätte Kiepenkerl in der Nähe des Rathauses zu tun hatten.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0