Jahre nach Missbrauch in Kinderheimen: Opfer erhalten "Wiedergutmachung"

Münster – Mehr als 2000 ehemalige Heimkinder in Westfalen-Lippe haben Jahrzehnte nach Misshandlungen, Arbeit ohne Lohn und liebloser Erziehung (TAG24 berichtete) Entschädigungen erhalten.

In den Häusern der Jugendhilfe sollen sich die Misshandlungen zugetragen haben. (Symbolbild)
In den Häusern der Jugendhilfe sollen sich die Misshandlungen zugetragen haben. (Symbolbild)  © DPA

Nach Angaben des kommunalen Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wurden insgesamt 24,6 Millionen Euro an die Betroffenen in Form von Rentenersatz- und Sachleistungen ausgezahlt. Das teilte der Verband am Mittwoch in Münster mit.

Im Auftrag der Landesregierung hatte der LWL 2012 eine regionale Anlaufstelle für ehemalige Heimkinder eingerichtet, die zwischen 1949 und 1975 in den Einrichtungen der Jugendhilfe untergebracht waren.

Zuvor hatten Bund, Ländern und Kirchen einen Fond für finanzielle Wiedergutmachung für erlittenes Unrecht gegründet.

In den zurückliegenden sieben Jahren hatten sich 3000 Betroffenen gemeldet. Mit mehr als 2000 der ehemaligen Heimkinder haben die Mitarbeiter des Landschaftsverbandes laut Mitteilung persönliche Gespräche geführt.

Ende 2018 hat die Anlaufstelle die Arbeit für den Fond abgeschlossen.

Ehemalige Heimkinder bekommen nun Jahre später eine Entschädigung. (Symbolbild)
Ehemalige Heimkinder bekommen nun Jahre später eine Entschädigung. (Symbolbild)  © 123RF

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