Mann bekommt von Bekannten einen Kuchen geschenkt, kurz darauf ist er tot

Münster – Mehr als ein Jahr nach dem Gift-Tod eines 58-jährigen Mannes im münsterländischen Velen hat das Schwurgericht Münster am Montag drei Bekannte des Opfers zu Haftstrafen von siebeneinhalb, elf sowie 13 Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Die drei Angeklagten wurden vor dem Schwurgericht verurteilt.
Die drei Angeklagten wurden vor dem Schwurgericht verurteilt.  © DPA

Die Richter sind davon überzeugt, dass das Trio den 58-Jährigen am 1. Mai 2018 besuchte und ihm dabei einen Kuchen schenkte, in das der Drogenersatzstoff Methadon verbacken war.

Ziel sei es gewesen, das Opfer ruhig zu stellen, um es ausrauben zu können. Später sollen die Angeklagten ihrem Bekannten auch große Mengen Insulin gespritzt haben. Der Mann war später tot in seinem Wohnzimmer gefunden worden.

Im Prozess hatten alle drei Angeklagten ihre Beteiligung an der Tat eingeräumt, dabei jedoch jede Tötungsabsicht bestritten.

Die Richter bestraften die beiden Männer und eine Frau am Ende auch nicht - wie angeklagt - wegen gemeinschaftlichen Mordes, sondern wegen Raubes mit Todesfolge und schwerer räuberischer Erpressung.

Die Gruppe schenkte dem Mann einen Kuchen voll mit Methadon. (Symbolbild)
Die Gruppe schenkte dem Mann einen Kuchen voll mit Methadon. (Symbolbild)  © 123RF

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