In dieser Stadt soll Tempo 30 kommen, damit der Lärm keinen Stress verursacht

Tempo 30 in der Innenstadt: Die Stadt Münster entscheidet nach jahrelange Diskussion. (Symbolbild)
Tempo 30 in der Innenstadt: Die Stadt Münster entscheidet nach jahrelange Diskussion. (Symbolbild)  © DPA

Münster - Straßenlärm macht krank und sorgt für Stress. Aber während die einen Tempo 30 fordern, warnen die anderen, dies wirke sich kaum aus. Auch in Münster wurde lange über einen Lärmaktionsplan diskutiert. Nun geht es ans Eingemachte.

Der Rat der Stadt Münster stimmt am Mittwoch nach jahrelanger Diskussion über den Lärmaktionsplan und Tempo 30 auf einigen Straßen in der Innenstadt ab. Dadurch soll der Straßenlärm gesenkt werden - zum Wohle der Anwohner.

Denn wer direkt an einer sehr lauten Straße wohnt, kämpft laut Umweltbundesamt häufig nicht nur mit Schlafproblemen. Betroffene leiden auch körperlich und geistig. Käme der Plan im Rat durch, ginge es in Münster voraussichtlich im Frühjahr 2019 auf einigen Strecken los.

Vor Jahren hat die EU die Umgebungslärmrichtlinie verabschiedet - darin gibt sie den Mitgliedstaaten auf, in Ballungsorten den Umgebungslärm zu messen und ihn dann in einem zweiten Schritt zu bekämpfen. Seitdem werden in Deutschland in den Kommunen die sogenannten Lärmkarten erstellt und Lärmaktionspläne verabschiedet.

NRW ist in diesem Prozess weiter als viele andere Bundesländer: Nach den aktuellsten Zahlen zum Stichtag 1. Januar 2015 haben in NRW laut dem Umweltbundesamt von 396 Gemeinden 374 eine Lärmkartierung durchgeführt.

292 Gemeinden haben eine Meldung zur Lärmaktionsplanung abgegeben. Und in 159 Gemeinden wurden infolge des Aktionsplans Maßnahmen getroffen.

Titelfoto: DPA


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