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Made in Germany! Mini-Messgerät "Mertis" ist unterwegs zum Merkur

Von Münster zum Merkur: Weltpremiere und etwas Science Fiction

Grade mal so groß wie ein Schuhkarton - ein neues Hightech-Instrument der Uni Münster nimmt Kurs auf den Merkur. Flugzeit: Sieben Jahre.

Münster – Es hat einen Hauch von Science Fiction, die Maße eines Schuhkartons und startet nun zum Merkur. Sieben Jahre fliegt das Hightech-Mini-Instrument, das die Oberfläche des Merkur erkunden soll. Es ist eine Weltneuheit. Made in Germany.

Das Messgerät MERTIS soll Aufschluss über die Oberfläche des Planeten geben.
Das Messgerät MERTIS soll Aufschluss über die Oberfläche des Planeten geben.

Das kleine Instrument heißt MERTIS, ist ein Infrarotspektrometer und soll Geheimnisse des Merkurs lüften. Vor allem seine Oberfläche erkunden und auch Puzzleteile liefern, die die Entstehung unseres Sonnensystems zu verstehen helfen (TAG24 berichtete).

Planetologe Harald Hiesinger von der Uni Münster ist der wissenschaftliche Leiter von MERTIS. Dessen Start Freitag, den 19. Oktober um 22.45 Uhr vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana verfolgte er vor Ort.

"MERTIS zeichnet die Wärmestrahlung auf, die vom Merkur ausgeht. Wir wollen herausfinden, welche Gesteine, welche Minerale auf der Oberfläche auftreten und welche physikalischen Eigenschaften sie haben", erläuterte der Professor für Geologische Planetologie der Deutschen Presse-Agentur.

Merkur ist ein extremer Planet

Eine grafische Darstellung der beiden Orbiter von BepiColombo am Planeten Merkur.
Eine grafische Darstellung der beiden Orbiter von BepiColombo am Planeten Merkur.

Der Merkur ist ein extremer Planet, rund 430 Grad heiß, kaum eine Mission hat sich bisher je an den sonnennächsten Planeten herangetraut.

Die europäische Raumfahrtagentur ESA und die japanische Agentur JAXA hatten bereits 2004 die Idee zu der Mission "BepiColombo" - laut ESA der ersten Mission Europas zum Merkur.

Und 14 Jahre nach der ersten Planung und auch einigen Rückschlägen ist es nun endlich soweit: Eine Ariane-5-Rakete mit den zwei autonomen Wissenschaftssatelliten der Europäer und Japaner ist startklar.

Die Flugzeit beträgt sieben Jahre. Im Dezember 2025 - bei Ankunft der Raumsonde in der Ziel-Umlaufbahn am Merkur - sollen sich die beiden Satelliten trennen. Der japanische Satellit MMO erforscht dann das Magnetfeld, der europäische Satellit MPO die Oberfläche.

Schon heute hat das weltweit einmalige Messgerät eine längere Vorgeschichte. Es misst nur 13 mal 18 Zentimeter, ist mit drei Kilogramm ein Leichtgewicht und braucht extrem wenig Strom, wie Mit-Schöpfer Hiesinger erklärt. Sonst seien Infrarotspektrometer "etwa tischgroß".

Aber zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin und einigen Industriepartnern habe man binnen zehn Jahren eine Miniaturisierung geschafft, um das Instrument damit für die Mission raumfahrttauglich zu machen.

"Reise zum Merkur ist eine Einbahnstraße"

Planetologe Harald Hiesinger von der Universität Münster begleitet die Mission.
Planetologe Harald Hiesinger von der Universität Münster begleitet die Mission.

Das Vorhaben ist ehrgeizig: "Unser Raumschiff mit den Sonnen-Paneelen für die Energieversorgung muss die extreme Hitze aushalten können", sagt der Experte.

Mit mehreren Vorbeiflügen soll sich der Satellit dem Ziel ganz allmählich und exakt nähern, denn: "Wenn wir nicht im richtigen Winkel und mit der richtigen Geschwindigkeit ankommen, wird unser Raumschiff von der Schwerkraft der Sonne eingesaugt."

Das Ganze erfordert große Geduld. 2007 hat Hiesinger das Projekt übernommen, elf Jahre daran gearbeitet - und sieben Jahre braucht es nun noch, bis die Messdaten vom Merkur kommen. "Natürlich möchte ich meine Messdaten am liebsten jetzt sofort haben, aber im Raumfahrtgeschäft dauert es eben."

Mit der Mission erhofft Hiesinger sich Antworten über den ungewöhnlich großen Eisenkern des Planeten, die Entstehung der Oberfläche sowie der Wassereis-Ablagerungen bei der Megahitze. Eines sei jedoch ausgeschlossen: "Ich würde keinesfalls so weit gehen, Leben auf dem Merkur zu erwarten", Hiesinger.

Wenn der Spektrometer dann 2025 auf dem Merkur ankommt, gibt es auf der Erde sicher deutlich bessere Bauteile. "Das kann man bei solchen Projekten nicht ändern", meint Hiesinger. Etwas bekümmernd ist allerdings: "Die Reise zum Merkur ist eine Einbahnstraße. MERTIS kommt nicht zurück."

Fotos: DPA

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