Trotz starken Regens: Borkenkäfer in NRW-Wäldern sterben nicht ab

Münster - Der Wald in Nordrhein-Westfalen leidet trotz großer Regenmengen im März noch immer unter Trockenstress.

Der Wald in NRW leidet noch unter der Trockenheit des letzten Jahres. (Symbolbild)
Der Wald in NRW leidet noch unter der Trockenheit des letzten Jahres. (Symbolbild)  © DPA

Nach Untersuchungen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung sind die Böden immer noch ziemlich trocken und die Wasserspeicher noch nicht aufgefüllt, teilte der Landesbetrieb Wald und Holz mit. Die Bäume konnten sich den Angaben nach noch nicht von dem Stress des vergangenen Sommers erholen.

Der März war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ungewöhnlich nass. Die Regenmenge erreichte schon bis zum Wochenende allein in Essen 94 Prozent des Monatssolls - in anderen Gegenden sei es tendenziell noch mehr gewesen, sagte Meteorologe Jürgen Feldmann: "Wir sind praktisch schon auf dem Soll für den ganzen Monat, man weiß ja nicht, was jetzt alles noch kommt." Dagegen sei der Februar viel zu trocken gewesen.

Der regnerische Monat März hat nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz den Borkenkäfern wider Erwarten nicht wesentlich geschadet. Forstleute hatten erwartet, dass mit dem Einsetzen des "Schmuddelwetters" die Käfer verpilzen und absterben.

Auf ein vermehrtes Absterben gebe es aber keine Hinweise, sagte Sprecher Friedrich Louen. Zum einen hätten Temperaturschwankungen für diesen Effekt gefehlt, zum anderen seien die Käfer offensichtlich in einem guten Allgemeinzustand.

"Die sind fit und vital in den Winter gegangen, sodass sie möglicherweise weniger anfällig für eine Verpilzung sind", sagte Louen.

Trotz des Regens entwickelt sich der Borkenkäfer prächtig. (Symbolbild)
Trotz des Regens entwickelt sich der Borkenkäfer prächtig. (Symbolbild)  © DPA

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