"Finanzielle Not": Gelähmter Rollstuhlfahrer brutal ermordet

Münster - Sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 71-jährigen Rollstuhlfahrers aus Beelen im Münsterland muss sich der mutmaßliche Täter seit Dienstag wegen Mordes vor Gericht verantworten.

Der 71-jähriger Rentner wurde an Heiligabend tot in seiner Wohnung entdeckt. (Symbolbild)
Der 71-jähriger Rentner wurde an Heiligabend tot in seiner Wohnung entdeckt. (Symbolbild)  © 123RF

Der 50-jährige Angeklagte soll den halbseitig gelähmten Rentner einen Tag vor Heiligabend 2017 in dessen Wohnung erstochen und ausgeraubt haben. Die Beute beläuft sich laut Anklage auf knapp 15.000 Euro.

Zum Prozessauftakt vor dem Schwurgericht Münster hat sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Der mutmaßliche Täter war im Januar nach einem DNA-Treffer festgenommen worden. Laut Anklage hatte er sich am 23. Dezember 2017 gegen 10.30 Uhr zu der Wohnung des späteren Opfers begeben.

Dort soll er dem 71-Jährigen zunächst mit einem Holzscheit auf den Kopf geschlagen und ihn anschließend mit einem Küchenmesser dreimal in den Rücken gestochen haben. Die Klingenlänge betrug laut Anklage 16 Zentimeter.

Hintergrund der Tat sollen eine Alkoholabhängigkeit und finanzielle Not gewesen sein (TAG24 berichtete). Das Geld aus der Beute hatte der 50-Jährige laut Anklage in seiner Wohnung im münsterländischen Oelde unter einem TV-Tisch versteckt.

Das Schwurgericht Münster hat für den Prozess zunächst noch acht Verhandlungstage bis zum 20. Juli vorgesehen.

Titelfoto: 123RF


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