Müssen wir jetzt Strafe zahlen, wenn wir Malle sagen?

Düsseldorf - Wer für die spanische Ferieninsel Mallorca den Begriff "Malle" benutzt, kann Probleme bekommen. Mehrere Benutzer der Bezeichnung hätten inzwischen Anwaltspost mit Gebührenforderungen erhalten, berichteten Rechtsanwalt Michael Plüschke (Berlin) und der Reiseblog-Betreiber Holger Seyfried ("Reisetiger") am Dienstag.

Der Strand von El Arenal. (Symbolbild)
Der Strand von El Arenal. (Symbolbild)  © 123RF schlenger86

Ein Unternehmer aus Hilden bei Düsseldorf hat sich beim Europäischen Markenamt in Alicante die umgangssprachliche Bezeichnung für das beliebte Urlaubsziel schützen lassen.

Zum Unverständnis von Anwälten wie Plüschke: "Ortsbezeichnungen sind nicht schutzfähig, die Marke hätte nie eingetragen werden dürfen."

Entsprechend liege in Alicante auch bereits ein Antrag vor, die Marke zu löschen. Wann das Europäische Markenamt darüber entscheidet, ist unklar.

Unter dem Begriff "Malle" werden vor allem Musik, Partys und Reisen auf die Insel beworben.

Für uns als Reisende hat der aktuelle Rechtsstreit keine Auswirkungen. Natürlich wird niemand verklagt werden, wenn er im privaten Sprachgebrauch "Malle" sagt.

Titelfoto: 123RF schlenger86

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