Mütter sind geschockt, als sie ihre Ultraschall-Bilder miteinander vergleichen

Constitució (Chile) - Für werdende Mütter ist es jedes Mal etwas ganz besonderes, anhand eines Ultraschalls einen Blick auf das ungeborene Kind werfen zu dürfen. Stolz zeigt man anschließend der Familie und Freunden das ausgedruckte Bild und lässt die Vorfreude auf die Geburt steigen. Mehrere Mütter in Chile sind allerdings mehr als geschockt, als sie gegenseitig ihre Ausdrucke verglichen.

Dieses Ultraschallbild erhielten gleich mehrere werdende Mütter.
Dieses Ultraschallbild erhielten gleich mehrere werdende Mütter.  © Facebook/Belén Aguilera Opazo

Alles begann mit Belen Aguilera, die vor etwa zwei Jahren Mutter wurde. Im Internet entdeckte sie zufällig das Ultraschall-Bild einer fremden Frau und irgendwie überkam sie daraufhin ein seltsames Gefühl.

"Es schrillten meine Alarmglocken und ich verglich es mit dem Ultraschallfoto meiner Tochter und sie waren exakt gleich", erklärt Belen. "Dieselben Details, alles, das andere Baby wurde allerdings bereits vor sechs Jahren geboren und meine Tochter ist gerade einmal ein Jahr und 10 Monate alt."

Aufgelöst suchte die Chilenin Hilfe bei ihrer Familie, doch das machte die Situation noch schlimmer!

Denn nachdem sie sich mit ihren Verwandten in Verbindung gesetzt hatte, stellte sich heraus, dass es noch eine weitere Frau gab, die dasselbe 3D-Bild bekommen hatte, als sie vor sieben Jahren Mutter geworden war.

"Ich bin total empört", schimpft Belen. "Wie kann jemand in der Lage sein, mit den Gefühlen einer Person derart zu spielen und Familien zu täuschen?!"

Der Ultraschall ermöglicht einen Blick auf das ungeborene Kind.
Der Ultraschall ermöglicht einen Blick auf das ungeborene Kind.  © 123RF

Belen entschied sich deshalb mit dem Vorfall an die Öffentlichkeit zu gehen und teilte die Geschichte und das besagte Ultraschall-Bild auf ihrer Facebook-Seite.

Es dauerte nicht lange und der Beitrag machte im Internet die Runde. Mittlerweile haben über 20.000 User auf den Post reagiert, fast 27.000 Personen haben ihn geteilt.

In den Kommentaren tauchten weitere Frauen auf, die das Foto erkannten und sich zu Wort meldeten: Auch sie hatte dieses Ultraschallbild in den letzten Jahren von ihrem Arzt erhalten.

Besonders ärgerlich: Jeder Scan hatte die Patientinnen 50,000 Chilenische Peso gekostet (umgerechnet um die 66 Euro).

Der Gynäkologe, der für den dreisten Betrug verantwortlich gemacht wird, ist Dr. Eduardo O. aus Zentralchile.

Dieser hat sich sogar bereits zu Wort gemeldet. Der Mediziner behauptet, technisches Problem wäre schuld, dass so viele Mütter dasselbe Foto erhalten hatten. Während die erforderlichen Scans korrekt bei allen Frauen durchgeführt wurden, hatte es beim 3D-Scan eine Störung gegeben.

"Im Moment, als das 3D-Bild gedruckt wurde, war jenes Bild als Demonstration auf dem Drucker voreingestellt", erklärt Dr. O. laut Yahoo News. Er möchte sich bei allen Müttern und Vätern für die "Enttäuschung" entschuldigen.

Derzeit wird der Fall noch untersucht. Was dem Frauenarzt droht, ist noch unklar.

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