Muslime planen Moscheebau in Chemnitzer Innenstadt

Ursprünglich sollte die Moschee in der Bernhardstraße gebaut werden.
Ursprünglich sollte die Moschee in der Bernhardstraße gebaut werden.  © Uwe Meinhold

Chemnitz – Kommt bald eine Moschee an den Zöllnerplatz? Der Bau des Gotteshauses im Stadtgebiet ist noch nicht vom Tisch. Der Chemnitzer Ableger der Gemeinde „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ sucht weiter fieberhaft nach Grundstücken in der City.

Zwei neue Anfragen haben die Muslime bereits ans Rathaus geschickt. Diese betreffen laut Verwaltung eine Baulücke am Zöllnerplatz und ein Grundstück in der Hans-Sachs-Straße im Lutherviertel.

In dem Viertel wollte die Gemeinde bereits im April in der Bernhardstraße eine Moschee mit Kuppel und Minarett errichten. Die Stadt will allerdings auf dem 1400 Quadratmeter großen Grundstück Wohnungen bauen. Die Hans-Sachs-Straße ist gleich um die Ecke.

"Moscheen sollten zentrumsnah gebaut werden, nicht irgendwo am Stadtrand", erklärt Rashid Nawaz (44) vom Leipziger Gebetszentrum. "Muslime dürfen nicht ausgegrenzt werden." Das Gotteshaus ist für 100 Gläubige gedacht.

"Ob Interesse an einem Bauantrag besteht, ist gegenwärtig nicht erkennbar“, erklärt Baubürgermeister Michael Stötzer (44, Grüne).

Auf TAG24-Anfrage kündigte die Gemeinde jedoch an, sich weiter umsehen zu wollen. "Wir müssen die Bauweise noch genau prüfen", so Ahmadiyya-Sprecher Saadat Ahmed (29). "Wir werden weiter mit der Stadt Gespräche führen."

Dr. Rashid Nawaz und Dr. Dawood Majoka von der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde in Chemnitz.
Dr. Rashid Nawaz und Dr. Dawood Majoka von der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde in Chemnitz.  © Uwe Meinhold

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