Must-haves fürs Leben: Die wichtigsten Versicherungen

Deutschland – Ob Autounfall, Ausrutscher auf einer Bananenschale oder Blitzeinschlag: Ein Unglück ist schnell passiert. Gegen viele Risiken können sich Verbraucher absichern. Doch welche Versicherungen sind wirklich absolut notwendig oder sogar Pflicht?

Gesetzlich vorgeschrieben – die Krankenversicherung

Das Gesetz will es so: Jeder Bundesbürger muss krankenversichert sein. Kein Wunder, denn eine medizinische Behandlung kann sehr teuer werden. Eine Krankenversicherung übernimmt die Kosten und ist deshalb vorgeschrieben.

Pflicht für Pkw-Besitzer – die Kfz-Haftpflichtversicherung

Jedes Kraftfahrzeug ist haftpflichtversicherungspflichtig. Ohne diese Versicherung darf in Deutschland kein Auto oder Motorrad auf die Straße. Die Kfz-Haftpflicht entschädigt die Opfer eines Unfalls, darunter fallen auch die Mitfahrer des Unfallverursachers.

Die Versicherung kommt ebenso beispielsweise für Abschleppkosten, Reparaturen, Mietwagen und Anwaltskosten auf.

Optional, also nicht Pflicht, sind Teil- und Vollkaskoversicherung.

Für Angestellte automatisch – die gesetzliche Rentenversicherung

Dritte Pflichtversicherung im Bunde ist die gesetzliche Rentenversicherung. Sie ist für Arbeitnehmer ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge, der Beitrag wird monatlich automatisch vom Bruttolohn abgezogen. Selbstständige können freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

Aufgrund des demografischen Wandels wird die gesetzliche Rente für viele Menschen nicht mehr ausreichen, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu halten. Private Altersvorsorge wird deshalb immer wichtiger.

Ein absolutes Muss – die Privathaftpflichtversicherung

Sie ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, gehört aber zu den Versicherungen, die jeder haben muss: Die Privathaftpflichtversicherung schützt Versicherte vor den Kosten durch Sach- und Personenschäden, die sie selbst verursacht haben. Familienmitglieder und Partner können mitversichert werden.

Sicheres Fundament für Immobilienbesitzer – die Wohngebäudeversicherung

Wer ein Haus besitzt, sollte es absichern – gleichgültig, ob er selbst darin wohnt oder nicht. Eine Wohngebäudeversicherung übernimmt die Kosten, wenn es an der Immobilie zu Schäden durch Blitzschlag, Feuer, Hagel und Sturm kommt.

Trotz des Klimawandels und dem damit verbundenen gesteigerten Unwetterrisiko unterschätzen die Deutschen die Gefahren von Extremwetter, wie eine Umfrage des Finanzdienstleisters Swiss Life Select zeigt. 76 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie Hochwasserschäden an ihrer Immobilie für nicht oder eher nicht wahrscheinlich halten.

Schäden aufgrund von Starkregen halten 54 Prozent der von Swiss Life Select und dem Marktforschungsinstitut YouGov Befragten für ebenso unwahrscheinlich. Die Realität sieht aber anders aus: Allein im Jahr 2017 haben Unwetter in Deutschland zu Schäden von mehr als einer halben Milliarde Euro geführt.

Wichtig für Berufstätige – die Berufsunfähigkeitsversicherung

Das Risiko einer Berufsunfähigkeit wird von vielen unterschätzt. Doch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist praktisch für jeden ratsam – für Dachdecker ebenso wie für Menschen, die im Büro arbeiten.

Denn nicht nur Arbeitsunfälle können zur Berufsunfähigkeit führen, sondern auch stressbedingte und psychische Probleme. Eine private BU springt umfangreicher ein als die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, die oft höchstens einem Drittel des bisherigen Bruttolohns entspricht.

Je früher Arbeitnehmer eine BU abschließen, umso günstiger sind die Beträge. Der ausgeübte Beruf spielt für die Höhe der Prämie ebenfalls eine Rolle. Es ist sinnvoll, Policen von mehreren Anbietern zu vergleichen. Sie werden von großen Versicherern wie Axa, Ergo und R+V Versicherung angeboten, aber auch von diversen Finanzdienstleistern.

Besonders in Nicht-EU-Ländern wichtig – die Auslandsreisekrankenversicherung

Die Auslandsreisekrankenversicherung bewahrt Erkrankte vor hohen Kosten, vor allem außerhalb der EU. Die Versicherung zahlt im Krankheitsfall die medizinische Behandlung und den Rücktransport ins Heimatland – die gesetzliche Krankenversicherung tut das nur teilweise oder gar nicht.

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